Mann wartete auf Hilfslieferung

Krieg in Gaza: Mitarbeiter eines Caritas-Partners getötet

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Ein freier Mitarbeiter der katholischen Hilfsorganisation Catholic Relief Services (CRS) ist in Gaza getötet worden. Caritas international arbeitet seit langem mit CRS zusammen.

Anfang Februar hatte Kirche+Leben bei Caritas international nachgefragt, wie man sicherstellen kann, dass die Hilfsorganisationen, mit denen man im Gazastreifen zusammenarbeitet, nicht von Terroristen unterwandert werden. Caritas international erklärte, wie man sich davor schützt und wies überdies noch auf eines hin: Ein Großteil des Personals arbeite schon viele Jahre für die Catholic Relief Services (CRS), den Partner von Caritas international vor Ort. Diese Menschen seien derzeit selbst von der schlimmen Versorgungslage betroffen und der Gefahr ausgesetzt.

Jetzt hat sich auf schlimme Weise gezeigt, wie real dieses Szenario ist: Ein junger Fotograf, der für den CRS gearbeitet habe, sei ums Leben gekommen, als er selbst auf Hilfslieferungen wartete, teilte Caritas international am Donnerstag in Freiburg mit. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.

Hungertragödie für 700.000 Menschen droht

„Wir sind tief erschüttert, nicht nur über seinen Tod, sondern über die insgesamt riesige Zahl an Zivilisten, insbesondere Frauen und Kinder, die seit Kriegsbeginn in Israel und in Gaza bis heute zu Tode gekommen sind“, sagte der Caritas-international-Chef Oliver Müller. Nötig sei ein sofortiger Waffenstillstand, der „Menschenleben rettet und humanitäre Hilfe ermöglicht“. Aktuell drohe eine Hungertragödie für 700.000 Menschen. Müller forderte die Hamas auf, alle israelischen Geiseln freizulassen.

Seit dem 7. Oktober 2023 leistet die Organisation CRS mit rund 50 Mitarbeitenden humanitäre Hilfe. Der getötete freie Mitarbeiter war als Fotograf für CRS tätig.

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