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Kritik an Spar-Vorschlägen für Internat am Niederrhein

Middendorf: Hätten vorher mit Gaesdonck reden müssen

  • In der letzten Sitzung von Kirchensteuerrat und Diözesanrat war der Vorschlag verkündet worden, den jährlichen Zuschuss von 468.000 Euro für die Gaesdonck zu streichen.
  • Kritik an dem Vorschlag übten unter anderem Weihbischof Rolf Lohmann und Bischof Felix Genn.
  • Der Vorschlag hätte zuvor mit den Verantwortlichen an der Gaesdonck besprochen werden müssen, räumte nun William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Bischöflichen Generalvikariat Münster, ein.

Versäumnisse in der Kommunikation mit den Verantwortlichen des Internats des Collegium Augustinianum Gaesdonck hat William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Bischöflichen Generalvikariat Münster, eingeräumt. Das geht aus einer Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle hervor.

In der gemeinsamen Sitzung von Diözesanrat und Kirchensteuerrat des Bistums am 18. September wurde der Vorschlag verkündet, den Bistumszuschuss von 468.000 Euro pro Jahr an die Gaesdonck zu streichen. Kritik daran übte Weihbischof Rolf Lohmann, in dessen Region die Gaesdonck liegt, direkt auf der Sitzung, wie „Kirche-und-Leben.de“ berichtete. „Es würde den Todesstoß bedeuten für dieses exzellente Internat“, sagte Lohmann.

Nun sollen Gespräche mit Gaesdonck geführt werden

Middendorf stellte im Nachhinein per Pressemitteilung klar: „Es wäre sicher gut gewesen, wenn wir hierüber mit den Verantwortlichen des Internats schon vor der Sitzung der Räte ins Gespräch gekommen wären. Dass das nicht erfolgt ist, tut uns leid.“

Auch Bischof Felix Genn habe während der Sitzung deutlich gemacht, dass er sich Sparmaßnahmen in dem Umfang am Internat der Gaesdonck nicht vorstellen könne. In einem dialogischen Verfahren mit den Verantwortlichen des Internats der Gaesdonck werde nun ermittelt, wo es dort welche Einsparpotenziale gibt, heißt es weiter.

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