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Geistlicher Abend zur Fastenzeit im Dom in Münster

NRW-Opferschutzbeauftragte: Kirche muss Missbrauch aufklären

Die Opferschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Elisabeth Auchter-Mainz, hat im Dom in Münster gefordert, sexuellen Missbrauch in der Kirche konsequent aufzuklären.

Die Opferschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Elisabeth Auchter-Mainz, fordert von der katholischen Kirche, sexuellen Missbrauch konsequent aufzuklären. „Jede Form der Bagatellisierung, Vertuschung oder gar Parteinahme für die Täter“ wäre für die Opfer sexueller Gewalt unerträglich, sagte sie am Mittwoch bei einem geistlichen Abend zur Fastenzeit im Dom in Münster. „Es muss deutlich werden, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.“ Auch müssten Entschädigungszahlen für das erlittene Leid wirklich angemessen sein.

Laut Auchter-Mainz erreichen sie viele Anfragen von Opfern. „Egal, ob Straf- oder Gewalttat oder Unfall: All das ändert das Leben eines Menschen von einer Minute auf die andere“, sagte die Opferschutzbeauftragte. „Jedes Opfer leidet auf seine Weise und braucht Unterstützung.“

Erster Geistlicher Abend

Ein Drängen von außen, erlittenes Unrecht endlich ruhen zu lassen, werde als fehlende Empathie und Bagatellisierung gewertet. Umgekehrt wollten die Betroffenen nicht immer wieder mit dem Tatgeschehen konfrontiert und als Opfer abgestempelt werden.

Die geistlichen Themenabende 2020 knüpfen an den innerkirchlichen Reformdialog an und stehen unter dem Motto „Umkehr und Erneuerung - Die katholische Kirche auf dem Synodalen Weg“. Am 11. März spricht die stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, Agnes Wuckelt, zum Thema „Frauen schauen nach vorne“.

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