Ab Donnerstag ist Michael Patrick Kelly in TV-Casting-Show zu sehen

Paddy Kelly – vom Mönch zum „The Voice“-Coach

Am Donnerstag startet die TV-Casting-Show „The Voice of Germany“ bei Pro7 und Sat1 in die achte Runde. Zum ersten Mal als Coach mit dabei ist Michael Patrick Kelly. In den 1990er Jahren Teenie-Idol, räumte er schon mit seinen Eltern und Geschwistern als „Kelly Family“ sämtliche Musikpreise ab. „Irgendwann fühlte ich mich aber ausgebrannt und brauchte einen Schnitt“, erzählt der Sänger im Interview mit dem Bonifatiuswerk. Seine Konsequenz: Er ging ins Kloster.

Sechs Jahre verbrachte er dort. Eine Zeit, „in der ich mein Leben neu ordnen und meinen Glauben ernsthaft vertiefen konnte“, erzählt Kelly. Im Interview mit dem Kindernachrichtenmagazin „Dein Spiegel“ berichtet der Sänger: „Im Kloster waren Mönche aus 25 Ländern, es war nicht wichtig, woher du kamst. Das war toll“. Mit der Zeit habe sich aber herumgesprochen, dass er Musiker sei, „und ich wurde immer wieder gebeten, die Gitarre rauszuholen und Musik zu machen.“ Im Kloster habe er den Spaß an der Musik wiederentdeckt, was ihn auch dazu brachte, wieder in die Öffentlichkeit zurückzukehren. Dieses Mal als Solo-Künstler.

Was sich Michael Patrick Kelly von der Kirche wünscht

2015 veröffentlicht der gebürtige Ire mit „Human“ sein erstes Album nach seiner Zeit im Kloster. Das nächste folgt ein Jahr später. Mit „Ruah“ tourt Michael Patrick Kelly durch Kirchen in Deutschland – unter anderem gab er ein Konzert im Xantener Dom.

Mit dem Wort Ruah beantwortet Kelly auch die Frage im Interview mit dem Bonifatiuswerk, was er sich von der Kirche wünscht: „Dass die Tore weit aufgemacht werden, wie Papst Johannes Paul II. gebeten hatte. Damit etwas Neues geschehen kann. Etwas, was wir nicht als Menschen kontrollieren und bestimmen, sondern dass wir einfach Platz für den Ruah, den Schöpfergeist, machen.“

Kelly ist dankbar für mutige Menschen in der Kirche

Ruah (oder Ruach) ist das hebräische Wort für „Geist“, „Wind“ oder „Atem“. Es kommt bereits im ersten Satz der Bibel vor: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist („Ruah“) schwebte über dem Wasser“ (Gen 1, 1-2).

Der Sänger sagt, er sei dankbar, „für die vielen Menschen in der Kirche, die Mut haben, sich auf Neues einzulassen und scheinbaren Gegensätzen entgegenzutreten“. In der Begegnung werde vieles, was es an Vorurteilen gebe, relativ.

Sendezeiten

Inwieweit sein Glaube Einfluss auf seine Arbeit als Gesangscoach bei „The Voice of Germany“ haben wird, können die Zuschauer selbst erleben: Ab Donnerstag wöchentlich auf Pro7 und ab Sonntag jede Woche auf Sat1 jeweils um 20:15 Uhr.