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Hans-Josef Becker gibt schriftliche Erklärung ab

Paderborner Erzbischof bittet Papst Franziskus um Entpflichtung

  • Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat den Papst um seine Entpflichtung gebeten.
  • Dies gab am Freitagmorgen das Erzbistum Paderborn bekannt.
  • Becker ist am 8. Juni 74 Jahre alt geworden.
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Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat Papst Franziskus um die Entpflichtung von seinen Aufgaben als Erzbischof von Paderborn gebeten. Diese Nachricht gab das Erzbistum am Freitagmorgen bekommen.

„Ich spüre, dass der Zeitpunkt einer verantwortungsvollen Übergabe meines Amtes gekommen ist“, teilte Becker mit. Er ist am Mittwoch 74 Jahre alt geworden. Katholische Bischöfe sind angehalten, in ihrem 75. Lebensjahr den Amtsverzicht anzubieten. Die Entscheidung liegt nun beim Papst.

Erzbischof Becker seit 2003 im Amt

Becker zeigte sich zuversichtlich, dass jüngere Generationen auf dem künftigen Weg „mutig vorangehen und unserer Kirche starke Führung geben können“. Er verwies auf den Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland, den Synodalen Weg, sowie ein Reformprojekt in seinem Erzbistum. „Vieles für diesen Weg ist von meiner Generation geordnet und angelegt“, so Becker. „Doch die jüngeren Generationen mögen den Weg nun weiter ausbauen und das pilgernde Volk Gottes mit neuer Kraft, mit Gottvertrauen und Glaubensfreude in die Zukunft führen.“

Seit 2003 leitet Becker das westfälische Erzbistum, das mit rund 1,44 Millionen Katholikinnen und Katholiken zu den größten deutschen Diözesen zählt. Er ist zudem Vorsitzender der Schulkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Becker in Warstein geboren

Becker wurde am 8. Juni 1948 bei Warstein im Sauerland geboren. Nach einer Lehramtsausbildung studierte er Philosophie und Theologie in Paderborn und München. 1977 empfing er die Priesterweihe. Anschließend arbeitete er als Seelsorger in Minden, Paderborn und Lippstadt. Ab 1995 leitete er die Personalabteilung im Paderborner Generalvikariat.

Nach der Ernennung durch Papst Johannes Paul II. wurde er im Jahr 2000 Weihbischof in Paderborn. 2002 übernahm er nach dem Tod von Kardinal Johannes Joachim Degenhardt die Leitung der Erzdiözese Paderborn zunächst als Diözesanadministrator, bevor ihn der Papst 2003 zum Erzbischof ernannte.

Reformprozess 2020 gestartet

Im Erzbistum Paderborn sinken perspektivisch die Mitglieder- und Priesterzahlen sowie die Kirchensteuereinnahmen. Wie andere Diözesen startete es einen Reformprozess. Das 2020 begonnene Projekt trägt den Namen „Diözesaner Weg 2030+“.

Update, 10.20 Uhr: Artikel umfangreich mit Material der KNA erweitert und aktualisiert. (jdw)

Die nächsten Schritte im Erzbistum Paderborn
Papst Franziskus muss nun über die Entpflichtung von Hans-Josef Becker als Erzbischof von Paderborn entscheiden. Wenn das Gesuch angenommen wird, tritt Becker in den Ruhestand und der Erzbischöfliche Stuhl wird vakant. Daraufhin übernimmt der dienstälteste Weihbischof Matthias König kurzfristig die Leitung, bis das Metropolitankapitel einen Diözesanadministrator wählt. Dieser leitet das Erzbistum bis zum Amtsantritt des neuen Erzbischofs. (jdw/Quelle: erzbistum-paderborn.de)

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