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Weihnachtsbotschaft und Christmette in Rom

Papst erinnert zu Weihnachten an das Leid der Flüchtlinge

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft Kriege und Konflikte als Fluchtursachen beklagt: Ungerechtigkeit zwinge die Menschen dazu, Wüsten und Meere zu überqueren, „die zu Friedhöfen werden“.

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft Kriege und Konflikte als Fluchtursachen beklagt. Ungerechtigkeit zwinge die Menschen dazu, Wüsten und Meere zu überqueren, „die zu Friedhöfen werden“, sagte er am ersten Weihnachtstag.

Zudem prangerte er die Abschottungspolitik zahlreicher Länder etwa in Europa an. Menschen, die zur Flucht gezwungen seien, stießen dort auf „Mauern der Gleichgültigkeit“, wo sie Hoffnung auf ein würdiges Leben haben könnten.

Gemeinsame Botschaft mit Anglikaner-Primas Welby

In einer gemeinsam mit dem Oberhaupt der Anglikaner, Primas Justin Welby, unterzeichneten Botschaft ermutigte der Papst die politische Führung des Südsudan, das vor kurzem unterzeichnete Friedensabkommen umzusetzen. Die Übereinkunft möge rasch zu Versöhnung führen.

In seiner Ansprache vor dem traditionellen Segen „Urbi et orbi“ erinnerte Franziskus ferner an das Leid der unter Kämpfen zwischen Rebellen und Regierung leidenden Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Unter Anspielung auch auf die dortige Ebola-Epidemie beklagte er das Schicksal derer, die unter Gewalt, Naturkatastrophen und medizinischem Notstand leiden. Franziskus wies darüber hinaus auf religiös motivierte Gewalt in Burkina Faso, Mali, Niger und Nigeria hin.

Blick auf das Heilige Land und nach Lateinamerika

Der Papst äußerte Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten und im Heiligen Land. Dabei wies er insbesondere auf anhaltende Konflikte in Syrien, im Irak und Libanon sowie auf die schwere humanitäre Krise im Jemen hin.

Besonderes Augenmerk richtete Franziskus überdies auf die wachsenden gesellschaftlichen Konflikte in Lateinamerika. Er appellierte an die politisch Verantwortlichen in Venezuela und die internationale Gemeinschaft, der dortigen Bevölkerung nicht die humanitäre Hilfe zu verweigern, die sie benötige.

Christmette: Die bedingungslose Liebe Gottes

In der Christmette in der Heiligen Nacht hatte der Papst die Gläubigen aufgefordert, sich trotz Missständen in der Kirche nicht der bedingungslosen Liebe Gottes zu verweigern. Trotz allem, „was in der Kirche nicht funktioniert“, sollten sie sich nicht davon abbringen lassen, sich selbst zu verändern, in dem sie ihr eigenes Leben in ein Geschenk an andere verwandelten.

Franziskus sagte, Gott liebe den Menschen „im Guten wie im Schlechten, in der Gesundheit und der Krankheit, in Glück oder Traurigkeit“. Während auf Erden alles der „Logik des Gebens um des Habens willen“ zu folgen scheine, komme Gott ohne jede Gegenleistung zu den Menschen.

„Seine Liebe ist treu und nicht nachtragend“

„Wie oft denken wir, dass Gott gut ist, wenn wir gut sind, und dass er uns straft, wenn wir böse sind. So ist es nicht. In unseren Sünden fährt er fort, uns zu lieben. Seine Liebe ändert sich nicht, sie ist nicht nachtragend; sie ist treu, sie ist geduldig“, sagte der Papst. Mit Weihnachten habe das sanfte Licht Gottes „die Finsternis der menschlichen Überheblichkeit überwunden“.

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