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Weihnachtsansprache und Segen „Urbi et orbi“

Papst mahnt zu Corona-Solidarität – Mitgefühl mit getrennten Familien

  • In seiner Weihnachtsansprache hat Papst Franziskus alle Menschen zu mehr Solidariät aufgerufen.
  • Er rief zu Frieden auf und erbat Segen für die Welt.
  • Mitgefühl äußerte er für coronabedingt getrennte Familien.
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In seiner Weihnachtsansprache hat Papst Franziskus alle Menschen zu mehr Solidariät aufgerufen. Dazu gehöre unter anderem eine gerechte Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus, so das Kirchenoberhaupt. Der Papst erinnerte zudem an mitunter vergessene Konflikte in der Welt. Im traditionellen Segen „Urbi et orbi“ bat er Gott um Segen für die Stadt Rom und den ganzen Erdkreis.

Zu Weihnachten, so der Papst, biete Gott den Menschen eine Geschwisterlichkeit an, die fähig sei, den anderen anzunehmen, „auch wenn er nicht meiner Familie, meiner Volksgruppe, meiner Religion angehört“. „Abschottende Nationalismen“ und „radikaler Individualismus“ bedrohten diese Geschwisterlichkeit, etwa bei der Verteilung von Impfstoffen.

Getrennte Familien, leidende Kinder und Frauen

Seine Verbundenheit drückte der Papst mit allen Familien aus, die in der Corona-Pandemie nicht zusammen sein könnten. Auch sprach er arbeitslos Gewordenen Mut zu. Zudem erinnerte er an das Leid von Frauen, insbesondere von jenen, die durch die Corona-Beschränkungen vermehrt Opfer häuslicher Gewalt würden.

Besonders dankte Franziskus jenen, „die sich nicht von widrigen Umständen überwältigen lassen, sondern tätig sind, um Hoffnung, Trost und Hilfe zu bringen, indem sie Leidenden beistehen und Einsame begleiten“.

Bei seinen Friedenswünschen erinnerte der Papst als erstes an Kinder in Syrien, Irak und Jemen, „die immer noch einen hohen Preis für den Krieg bezahlen“. Für den Irak nannte der Papst die Jesiden, für Ostasien die Rohingya als Beispiele für besonders verfolgte Volksgruppen.

Aufrufe zum Frieden

Wie schon zuvor in je eigenen Botschaften rief Franziskus die Verantwortlichen im Libanon und Südsudan dazu auf, Eigeninteressen hintanzustellen und ernsthaft Reformen und konkrete Friedensmaßnahmen anzugehen. Waffenstillstandsbemühungen und Dialog sollten zudem in Berg-Karabach ebenso fortgesetzt werden wie in der Ostukraine.

Mit Blick auf den afrikanischen Kontinent erwähnte der Papst das Leiden der Einwohner von Burkina Faso, Mali und Niger aufgrund von Extremismus und bewaffneten Konflikten sowie den Auswirkungen der Pandemie und von Naturkatastrophen. Vom Coronavirus besonders betroffen sei der amerikanische Kontinent, sagte Franziskus. Dort habe die Pandemie die Folgen von Drogenkriminalität und Korruption verschärft.

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