Emeritierter Weihbischof feiert Eröffnungsgottesdienst

Telgter Wallfahrtszeit eröffnet – Geerlings: Aktuellster Ort überhaupt

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Im Marienort Telgte bei Münster ist die Wallfahrtszeit eröffnet worden. Der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings begründete, warum er den Ort für besonders aktuell hält.

Als aktuellsten Wallfahrtsort überhaupt hat der emeritierte münstersche Weihbischof Dieter Geerlings Telgte bezeichnet, wo die Schmerzhafte Mutter angerufen wird. Geerlings verwies zur Eröffnung der Wallfahrtszeit am Samstagabend auf die aktuelle Weltlage.

Die Schmerzhafte Mutter mache mit ihrer Erfahrung deutlich: „Gott ist auch zu finden in der Hässlichkeit, in der Trostlosigkeit, im Schrecken dieser Welt“, sagte Geerlings nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle. Wer nicht weiterwissen, weil alles dunkel scheine, müsse „aushalten, abwarten, vertrauen – bis neues Licht das Dunkel erhellt“.

„Stärker auf Suchende blicken“

Geerlings rief dazu auf, Suchenden mehr Beachtung bei Gottesdiensten und Wallfahrten zu schenken. Diesen Menschen sei „eine lebendige Beziehung zu Gott abhandengekommen“, sie würden aber die Frage nach Gott nicht „prinzipiell als erledigt ansehen“. Diese „vermeintlich Verlorenen und Verlassenen gehören ausdrücklich auch zu den Lieblingen Gottes“.

Vertreter der Bäcker-, Metzger- und Brauergilde, die 2024 ihr 350-jähriges Bestehen feiert, hatten das Gnadenbild zu Beginn des Gottesdienstes aus der Gnadenkapelle in die St.-Clemens-Kirche getragen. Sie trugen es auch während der Prozession durch die Stadt zurück zur Gnadenkapelle.

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