Traditionelles Angebot im Paulus-Dom in Münster

Zum Candle-Light-Gottesdienst kommen 1.200 Studierende

Ein Meer aus Lichtern hat den Paulus-Dom in Münster erstrahlen lassen. 1.200 Studierende waren zum traditionellen Candle-Light-Gottesdienst der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) gekommen, um sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten rund 1000 Menschen bei Facebook Interesse an dem besonderen Gottesdienst gezeigt, beziehungsweise ihre Teilnahme angekündigt. „Wir sind jedes Jahr aufs Neue überwältigt von der hohen Zahl von jungen Menschen, die diese schlichte Form wählt, um den Advent bewusst zu erfahren“, sagte Dominik Bulla, KSHG-Referent für Musik und Liturgie.

„Provozierende Stille“

Auch bei den Gottesdiensten der KSHG an den Sonntagabenden in der Petrikirche ist im Advent nahezu jeder Platz besetzt. Ähnlich wie beim Candle-Light wird der Kirchenraum dabei nur durch den Schein hunderter Kerzen erleuchtet. „Die große Nachfrage zeigt, dass auch junge Menschen fernab des geschäftigen Alltags auf der Suche nach innerer Ruhe sind, nach Zeit nur für sich selbst“, sagte Bulla. Statt Videoclips und Lichtershow setzt die KSHG bewusst auf klassische, schlichte Elemente. „Bei uns findet man auch schon mal minutenlange Stille“, sagte Bulla und ergänzt: „Stille, die manchmal provoziert.“

Die Rückmeldungen zeigen den Verantwortlichen, dass genau das ankommt, berichtet die bischöfliche Pressestelle Münster. Ein Grund, warum auch das Taizé-Gebet, das regelmäßig während des Semesters angeboten wird, auf rege Teilnahme der Studierenden stößt. „Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der junge Menschen sich wohlfühlen“, sagte der KSHG-Referent. Für die Verantwortlichen gelte dabei: Die Mischung macht´s.

Klassiker und Neues Geistliches Lied

Beim Candle-Light im Dom erklangen neben Neuen Geistlichem Liedern, die von einem Projektchor und einem Musiker am Klavier begleitet wurden, auch traditionelle Adventslieder wie „Macht hoch die Tür“, gespielt an der Orgel. „Für jeden soll etwas dabei sein“, sagte Bulla.