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Pfarrei St. Antonius und polnische Mission kooperieren

50 Messdiener aus Recklinghausen treffen in Polen zufällig einen Promi

  • 50 Messdiener aus Recklinghausen waren unterwegs durch Polen.
  • Es war eine Kooperation der Pfarrei St. Antonius und der polnischen Mission.
  • Zufällig traf die Gruppe den Privatsekretär von Papst Johannes Paul II.
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Es war ein besonderes Erlebnis für die rund 50 Messdienerinnen und Messdiener der Pfarrei St. Antonius und der polnischen katholischen Mission in Recklinghausen. Erstmals haben sie sich gemeinsam auf den Weg gemacht. Ihr Ziel war Polen, wie die Bischöfliche Pressestelle berichtet.

Initiiert wurde die Fahrt von Katharina Müller, Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Antonius. Schnell begeisterte sie von ihrer Idee Zbigniew Topolnicki, der seit gut zwei Jahren als Kaplan in der polnischen Mission tätig ist. „Die einwöchige Fahrt war die erste Kooperation im Jugendbereich unserer beiden Gemeinden. Es war eine sehr gute Zusammenarbeit“, berichtet Müller.

Das kann Topolnicki nur bestätigen. „Unser Ziel war es, etwas gemeinsam anzubieten und die Integration zu fördern. Außerdem wollten wir den Jugendlichen unsere Heimat zeigen“, berichtet der 33-Jährige, der in Breslau Theologie studiert und das Priesterseminar besucht hat. Da lag es nah, die Stadt – laut Topolnicki die schönste Stadt Polens – mit in das Programm zu nehmen.

Treffen mit polnischer Berühmtheit

Aber auch Krakau stand auf dem Programm. Die Stadt ist den Teilnehmenden im Alter zwischen elf und 24 Jahren besonders in Erinnerung geblieben, denn dort kam es für die Gruppe zu einer unverhofften Begegnung.

Einige polnische Jugendliche hatten in einem Auto einen Bischof entdeckt. Sofort informierten sie den Kaplan, der schnell entdeckte, dass es sich um den Kardinal Stanislaw Dziwisz handelte. „Er ist der ehemalige langjährige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II. und in Polen eine Berühmtheit“, berichtet er. Kurzerhand stoppte er das Auto und kam mit dem Kardinal ins Gespräch. Er berichtete von der gemeinsamen Fahrt und konnte den 83-Jährigen dazu bewegen, für ein kurzes Gespräch mit den Messdienern und ein gemeinsames Foto auszusteigen.

Messdienerin am Altar in Tschenstochau

Weitere Stationen beeindruckten die Jugendlichen. „Für mich war das Highlight der Klosterkomplex der ‚Jasna Gora‘ und die Messe vor der schwarzen Madonna im Wallfahrtsort Tschenstochau“, berichtet Sarah Kostka, die sich als Messdienerleiterin in St. Antonius engagiert.

Dem kann Julia Podolski nur beipflichten. Sie ist sowohl in der polnischen Mission als auch in St. Antonius aktiv. „Ich habe bei unserem Gottesdienst in der Wallfahrtskapelle gedient. Das ist in Polen etwas Besonderes, denn lange konnten sich Mädchen nicht als Messdienerinnen einbringen. Aber das ändert sich gerade. So bin ich der schwarzen Madonna sehr nah gekommen; eine Erfahrung, die ich für mein Leben behalten darf“, gibt die 17-Jährige zu.

Spontaner Besuch am Annaberg

Doch das Programm hielt noch viel mehr vor. Denn auch ein Besuch im Breslauer Zoo und im Aquapark in Krakau gehörten dazu wie Stadtführungen, der Besuch in Wadowice, dem Geburtsort von Papst Johannes Paul II., oder ein spontaner Abstecher zum Annaberg in Oberschlesien. „Das war ein Wunsch aus der Gruppe. Da zahlreiche Familien aus Oberschlesien kommen, bedeutet der Annaberg für viele ein Stück Heimat“, erklärt Topolnicki. 

Müller ist glücklich über die gelungene Premiere, die über Fördertöpfe der Stadt Recklinghausen und des Bistums, aber auch über Spendenaktionen finanziert werden konnte. „Von allen Seiten gibt es ein Interesse, auf diesen Erfahrungen aufzubauen. Wie das aussehen wird, müssen wir noch herausfinden“, sagt die Pastoralreferentin lächelnd.

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