Bonifatiuswerk unterstützt Katholiken in der Minderheit

642.200 Euro Spenden für die Diaspora aus dem Bistum Münster

Die katholischen Christen aus dem Bistum Münster haben im Jahr 2018 in Kollekten und Einzelspenden 642.200 Euro für die Diasporahilfe gespendet. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden im Bistum Münster 124.000 Euro (bundesweit 2,195 Millionen Euro) gesammelt.

UPDATE: Die zunächst vermeldete Zahl von 547.000 Euro umfasste nur Kollekten und Überweisungen, erläuterte eine Sprecherin des Hilfswerks auf Nachfrage. Hinzu kamen zweckgebundene Spenden, die allein 95 000 Euro ausmachten.

Erstkommunionkinder und Firmbewerber spendeten 278.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora. Das hat das Bonifatiuswerk bei seiner Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben. Bundesweit seien die Kollekten im Vergleich zum Vorjahr um 89.400 Euro (+ 1,86 Prozent) gestiegen.

Unterstützung auch für das Bistum Münster

Im Bereich des Bistums Münster unterstützte das Bonifatiuswerk demnach vor allem im Oldenburger Land Projekte der Bauhilfe mit 70.000 Euro für das Gemeindezentrum St. Christophorus Oldenburg, der Kinder- und Jugendhilfe mit 6.400 Euro und die Anschaffung von vier BONI-Bussen in Delmenhorst, Nordenham, Bad Zwischenahn und Stuhr/Moordeich mit 81.500 Euro.

Der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus, betonte, die Kinder- und Jugendförderung habe einen hohen Stellenwert. So könnten etwa 12.000 Kinder in den ostdeutschen Diözesen einen katholischen Kindergarten besuchen und mehrere tausend Kinder jährlich an Religiösen Kinderwochen teilnehmen.

Bauten, Busse, Bildung

In den Diasporagebieten Deutschlands, Nordeuropas und in den baltischen Staaten Estland und Lettland wurden laut den Angaben 74 Bauprojekte mit 3,3 Mio. Euro, 1.067 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,8 Mio. Euro und 74 Projekte der Glaubenshilfe mit 816.000 Euro unterstützt. Durch die Verkehrshilfe konnten 39 BONI-Busse mit 716.000 Euro für die Gemeindearbeit gefördert werden.

In missionarische Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen über zwei Millionen Euro, in die Projektbegleitung 417.000 Euro, in die Unterstützung der Seelsorge 150.000 Euro und in die zweckgebundene Förderung 743.000 Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 5,4 Mio. Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.