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Neues Corona-Angebot zieht sonntags bis zu 160 Teilnehmer in die Kirche

Ausgebuchte Feierabend-Impulse in Lastrup werden fortgesetzt

  • 25 Minuten in der Kirche bei Lasereffekten, Musik und meditativen Texten sollen die Pandemie bewältigen helfen.
  • Sonntags und mittwochs im Advent lockte das Angebot mehr und mehr Teilnehmer in die St.-Petrus-Kirche.
  • Für das neue Jahr ist eine Fortsetzung geplant.
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Beim letzten Mal war es nicht ganz so voll. Auf rund 100 Teilnehmer schätzt Robert Luttikhuis die Zahl der Gläubigen, die am Sonntagabend vor Weihnachten in die Lastruper St.-Petrus-Kirche gefunden haben. Immerhin.

„Viele sind wohl wegen des Lockdowns zu Hause geblieben“, vermutet der Pastoralreferent der St.-Petrus-Gemeinde im oldenburgischen Lastrup (Kreis Cloppenburg). In den Wochen davor dagegen seien zuletzt fast alle der 160 verfügbaren Sitzplätze besetzt gewesen.

Angebot traf scheinbar den Nerv

Bis zu 160 Teilnehmer bei musikalischen Abendimpulsen an Sonntagabenden um 18 Uhr? Die Zahl zeigt Luttikhuis, dass diese Angebote einen Nerv der Gemeinde treffen. Scheinbar habe die Ankündigung die Menschen angesprochen. „Die Abendimpulse bieten innerhalb 25 Minuten die Möglichkeit, in gemütlicher Atmosphäre bewusst Musik und Texten zuzuhören, gemeinsam zu beten und Gott auf sich schauen zu lassen.“

Die Kirche wird dafür „atmosphärisch hergerichtet“ erklärt der Seelsorger, der im vergangenen Sommer nach Lastrup gekommen ist. Mit Lichteffekten aus einem Laser, der einen Sternenhimmel in die Kirche projiziert, mit vielen Kerzen, mit einem Spiritusfeuer auf dem Altar, das zu Beginn jeder Feier entzündet wird.

Die Lastruper Kirche bietet sehr gute Voraussetzungen

Pastoralreferent Robert Luttikhuis in der Lastruper Kirche. | Foto: privat
Pastoralreferent Robert Luttikhuis in der Lastruper Kirche. | Foto: privat

Dazu gibt es Musik aus einer Soundanlage und meditative Texte oder Gebete, die der Pastoralreferent herausgesucht hat und die helfen sollen, auf den Tag oder die Woche zurückzuschauen. „Der Sound in unserer Kirche ist wirklich hervorragend“, lobt  Luttikhuis die Voraussetzungen des Gotteshauses. Aber nicht nur von den technischen Möglichkeiten her sei die St.-Petrus-Kirche ideal, auch von ihrer Größe.

Normalerweise stehen in der 1859 in neugotischem Stil gebauten und 1970 um einen modernen Anbau erweiterten Hallenkirche insgesamt 900 Sitzplätze zur Verfügung. Trotz der Beschränkungen ist auch in Zeiten von Corona immerhin noch Platz für bis zu 160 Teilnehmer.

Abendimpulse sollen durch schwere Zeit helfen

Gerade in der Zeit von Corona könne das Angebot guttun, erklärt der Pastoralreferent: „Wenn man sonntags viel gesessen hat, wenig nach draußen konnte. Dass man sich dann noch mal auf den Weg in die Kirche machen kann.“

In der Pandemie erlebten viele einen regelrechten Entzug menschlicher Begegnungen und spürten die Folgen. „Und da wächst bei manchen eben die Sehnsucht danach, wieder einmal etwas anderes zu erleben. Und dafür sind die Abendimpulse ein Angebot. Damit Menschen gut durch diese Zeit kommen.“

Fortsetzung im neuen Jahr ist geplant

Der Pastoralreferent staunt selbst über das Echo. Familien mit Kindern fänden sich ebenso unter den Teilnehmern wie Jugendliche oder ältere Leute. Nach seinem Eindruck könnten die Abendimpulse eine neue Gottesdienstform sein, die auch künftig das Angebot der Gemeinde ergänze. Sowohl an den besonders stark nachgefragten Sonntagsangeboten als auch mittwochs um 19 Uhr als Feierabend-Angebot. Dann zählt er immerhin noch um die 50 Teilnehmer. Für das neue Jahr ist eine Fortsetzung geplant.

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