Baubeginn im Februar 2020 – fertig im Sommer 2022

Bistum baut Wohnheim für 203 Studierende in Münster

Insgesamt 203 Wohnheimplätze für Studierende schafft das Bistum Münster bis voraussichtlich Sommer 2022 in Münster. „Wir streben an, dass die Studierenden zum Wintersemester 2022/23 einziehen können“, sagt Diözesanbaudirektorin Anette Brachthäuser im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“. Die Baugenehmigung liege vor, Baubeginn an der Fliednerstraße solle im Februar 2020 sein.

Auf dem Grundstück in der Nähe der Universitätsklinik stand bisher das Ludgerushaus, ein ehemaliges Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Trägerschaft des Stiftes Tilbeck. Nun entstehen vier Studierendenwohnheime und drei flachere Funktionsgebäude mit einem größeren Veranstaltungsraum, mit Büros für das Bischöfliche Studierendenwerk und mit einer Kapelle.

Rund 20 Millionen Euro Kirchensteuern fließen

Harald Ruhwinkel und Anette Brachthäuser mit den Plänen. | Foto: Jens Joest
Harald Ruhwinkel und Anette Brachthäuser mit den Plänen. | Foto: Jens Joest

„Der Kirchensteuerrat des Bistums hat etwas mehr als 20 Millionen Euro für das Projekt bewilligt“, sagt Brachthäuser. „Zudem laufen Anträge auf öffentliche Förderung.“ Der Neubau ersetzt das Deutsche Studentenheim am Breul 23 in Münsters Innenstadt mit rund 100 Wohnheimplätzen. „Der neue Wohnheim-Campus wird doppelt so viele Zimmer haben“, so die Baudirektorin. Am Breul entstehe mittelfristig ein kirchliches Verwaltungsgebäude.

Die Studierendenzimmer werden „jeweils rund 14 Quadratmeter groß sein und zusätzlich ein eigenes Bad haben“, beschreibt Harald Ruhwinkel, im der Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats für den Campus-Neubau zuständig. 18 Zimmer würden rollstuhlgerecht. „Sie sind gemäß geltender Normen ein paar Quadratmeter größer“, ergänzt die Diözesanbaudirektorin.

18 Wohngemeinschaften

Die 203 Zimmer – insgesamt entstehen rund 7.300 Quadratmeter Wohnfläche – werden mit Bett, Schreibtisch und einer fest eingebauten Kombination aus Regalen und Schrank ausgestattet. Zusammengefasst sind sie zu 18 Wohngemeinschaften für zehn bis zwölf Studierende.

„In jeder Wohngruppe gibt es einen großen Raum mit einer langen Tafel, an der alle sitzen und essen können“, sagt Anette Brachthäuser. „Wir wollen so den Gedanken des Miteinander-Lebens fördern.“ Auch die Küche teilen sich die Bewohner. Zu jeder Wohngruppe gehört ein rollstuhlgerechtes Zimmer.

Platz für 212 Fahrräder

Stege auf Höhe des ersten Obergeschosses sollen die einzelnen Gebäude verbinden und Begegnungen ermöglichen. Und für die Fahrräder der Bewohner ist eine große Abstellanlage geplant – mit 212 Plätzen.