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Ambitionierte Klimapolitik gefordert – und auch Unterstützung für Sozialeinrichtungen

Caritas: Müssen unsere Klienten vor Klimawandel-Folgen schützen

  • Der Caritasverband fordert eine "entschiedene Politik gegen die Klimakrise".
  • Träger sozialer Einrichtungen brauchten verlässlich Unterstützung, "damit sie ihre Klientinnen und Klienten vor den Folgen der klimatischen Veränderungen schützen können".
  • Die Caritas betreut, berät, pflegt und begleitet nach eigenen Angaben in Deutschland jedes Jahr 13 Millionen Menschen.
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Der Caritasverband fordert eine "entschiedene Politik gegen die Klimakrise". Träger sozialer Einrichtungen brauchten verlässlich Unterstützung, "damit sie ihre Klientinnen und Klienten vor den Folgen der klimatischen Veränderungen schützen können", sagt Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Notwendig sei eine finanzielle Förderung durch den Bund auf dem Weg zur klimaneutralen Sozialwirtschaft.

Die Caritas betreut, berät, pflegt und begleitet nach eigenen Angaben in Deutschland jedes Jahr 13 Millionen Menschen. Unter ihnen sind demnach Babys und Kinder, Ältere und Pflegebedürftige, Wohnungslose, Menschen mit Vorerkrankungen und solche, die im Krankenhaus behandelt werden. Sie alle seien zum Beispiel durch extrem hohe Temperaturen stark belastet. Der Katholischer Krankenhausverband Deutschlands, der Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder und der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland schließen sich als Caritas-Fachverbände der Forderung an.

Gelder für Klimaanpassungen "in keinem Verhältnis zum Bedarf"

Welskop-Deffaa betont, nach der Flutkatastrophe 2021 und angesichts der Hitze der jüngsten Tage tue sich in der Klimapolitik immer noch "zu wenig". So gebe es "keine Spur von einer deutlichen Senkung des Energieverbrauchs im Verkehrssektor". Zu einer umfassenden Klimapolitik müsse es zudem gehören, dass "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in den Bildungsplänen aller Länder verankert, als Auftrag der Träger etabliert und in die Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräften integriert werde.

Weiter machen sich die Caritas und ihre Fachverbände für Planungssicherheit stark, um in den sozialen Einrichtungen Klimaschutz und nötige Anpassungen an klimatische Extrembedingungen umzusetzen. Die vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder für Klimaanpassungen im sozialen Sektor in Höhe von 15 Millionen Euro pro Jahr bis 2026 stünden in keinem Verhältnis zum Bedarf.

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