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Bereits 1.000 Tote, steigende Zahlen wahrscheinlich

Erdbeben in Afghanistan: Hilfe läuft, Papst und Bischöfe trauern um Opfer

  • Nach dem schweren Erdbeben in Afghanistan sprechen Hilfsorganisationen von verheerenden Schäden im Gebiet an der Grenze zu Pakistan.
  • Hilfe ist angelaufen, die Gegend aber schwer zugänglich.
  • Papst Franziskus und die Deutsche Bischofskonferenz gedachten der Betroffenen.
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Nach dem schweren Erdbeben in Afghanistan sprechen Hilfsorganisationen von verheerenden Schäden im Gebiet an der Grenze zu Pakistan. Die Zahl der Toten stieg am Mittwoch auf mindestens 950. Sie werde sich voraussichtlich noch erhöhen, weil Informationen aus abgelegenen Bergdörfern nur langsam einträfen, sagte ein Mitarbeiter der afghanischen Behörden dem pakistanischen Nachrichtenportal Dawn.

Bisher ist von mindestens 600 Verletzten die Rede. Hubschrauber würden eingesetzt, um Verletzte zu bergen und medizinische Versorgung und Lebensmittel in die betroffenen Gebiete in der Provinz Paktika im Osten Pakistans zu fliegen, so der Sprecher.

Ausmaß noch nicht absehbar

Das Ausmaß der Verwüstung sei noch nicht abzusehen, teilt das Kinderhilfswerk Unicef mit. Die UN-Organisation habe mehrere mobile Gesundheits- und Ernährungsteams entsandt, um Verletzten Erste Hilfe zu leisten. Verteilt würden wichtige Hilfsgüter, darunter Küchengeräte, Hygieneartikel wie Seife, warme Kleidung, Schuhe und Decken sowie Zelte und Planen. Weitere UN-Organisationen seien von den afghanischen Behörden um Unterstützung gebeten worden.

"Wir befürchten, dass Nachbeben und Erdrutsche weitere Schäden anrichten werden und Menschenleben kosten könnten", erklärt die Hilfsorganisation Care. Sie entsandte ebenfalls ein mobiles Gesundheitsteam ins Katastrophengebiet, um bei medizinischer Grundversorgung zu helfen und Betroffene psychosozial zu betreuen. Zudem will Care Hilfsgüter in die Region schicken.

Der Papst trauert

Auch die Johanniter-Unfallhilfe, die nach eigenen Angaben seit 20 Jahren in der Provinz Khost medizinische Versorgung leistet, begann umgehend mit der Hilfe für Erdbebenopfer. "Wir haben mobile Kliniken in der Gegend, die schnell in die betroffenen Gebiete geschickt werden können, um medizinische Notversorgung zu leisten", sagte Johanniter-Programmchef Louis Marijnissen.

Papst Franziskus gedachte der Betroffenen. "Ich bin den Opfern nahe und hoffe, dass mit der Hilfe aller das Leid der Menschen in Afghanistan gelindert werden kann", sagte er am Ende der Generalaudienz auf dem Petersplatz.

Aufruf zum Gebet für Opfer

Die Deutsche Bischofskonferenz reagierte mit Trauer. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Bischof Bertram Meier, rief via Twitter zum Gebet für die Betroffenen auf. "Hoffentlich können die noch Verschütteten bald geborgen werden, und die Rettung kommt für viele rechtzeitig."

Laut einer US-Erdbebenwarte ereignete sich das Beben um 1.45 Uhr pakistanischer Zeit (22.45 Uhr MESZ). Das Epizentrum habe etwa 44 Kilometer von der Stadt Khost entfernt nahe der Grenze zu Pakistan gelegen.

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