KFD hätte von Amazonas-Synode mehr erwartet

Katholische Frauen: Enttäuschung nach Abschluss der Synode

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zeigt sich enttäuscht über das Ergebnis der Amazonas-Synode bei der Frage nach dem Zugang von Frauen zu Diensten und Ämtern. „Es bleibt unverständlich und ist nicht zu begründen, dass weiterhin Frauen ihre Berufungen und Charismen abgesprochen werden“, erklärte die stellvertretende kfd-Vorsitzende, Agnes Wuckelt, am Dienstag in Düsseldorf.

In der Amazonasregion sei kirchliches Leben bestimmt von Laien sowie Ordensfrauen und -männern. Zu 90 Prozent hielten dort Frauen Gemeinden aufrecht und leiteten sie. „Dem Priestermangel kann man nicht allein dadurch gerecht werden, dass man ältere Männer und verheiratete Väter zum Priesteramt zulässt“, sagte Wuckelt in Bezug auf den Abschlussbericht der Synode. Papst Franziskus solle stattdessen Frauen zu Diakoninnen weihen lassen und „diese Frage nicht für weitere Jahre beraten lassen“.

Wuckelt: Noch ein langer Weg zur geschlechtergerechten Kirche

Die Zulassung von Frauen zum Priestertum sei auf der Amazonas-Synode zwar angesprochen worden. Bis die Kirche in all ihren Diensten und Ämtern geschlechtergerecht werde, sei es aber noch ein langer Weg, so Wuckelt. „Ein synodaler Wandel kann eine echte Chance für diese nötige Weiterentwicklung sein.“

Die von der Amazonas-Synode beschlossenen ökologischen Aspekte befürwortet die Katholische Frauengemeinschaft. „Es ist gut, dass der Papst sich zur Zerstörung des Regenwaldes und Bewahrung der Schöpfung klar positioniert“, sagte Wuckelt.