Weihbischof Stefan Zekorn lobt moderne Gestaltung der Kunstschmiede der Abtei Königsmünster

Kreuzweg mit QR-Codes auf ehemaliger Zeche in Ahlen gesegnet

Vor mehr als 450 Teilnehmern aller christlichen Gemeinden hat Weihbischof Stefan Zekorn in Ahlen den künstlerisch gestalteten Kreuzweg auf der Osthalde der ehemaligen Zeche Westfalen geweiht. 15 Stelen aus Cortenstahl weisen den Weg hinauf zum Haldenkreuz und stellen die Leidensgeschichte Jesu bis zu seiner Auferstehung dar.

Kreuzweg wird ökumenisch gebetet

Gefertigt wurden die Kunstwerke von Pater Abraham Fischer OSB, der die Kunstschmiede der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede leitet. Über einen QR-Code an der ersten Stele können die Besucher die Texte zum Kreuzweg von der Internetseite des Fördervereins herunterladen.

Bereits zum 13. Mal folgten die Gläubigen der Einladung des Fördervereins „Ahlener Haldenkreuz“ und gingen traditionell am Samstag vor Palmsonntag den Kreuzweg in ökumenischer Verbundenheit. „Ich finde es großartig, dass seit zwölf Jahren hier der Kreuzweg gebetet wird und jetzt ein sichtbares Zeichen geschaffen wurde“, lobte Weihbischof Zekorn das Engagement der ehrenamtlichen Mitglieder. „Die Gestaltung mit modernen Stelen wird viele Menschen ansprechen.“ 

Alle Gemeinden in Ahlen am Kreuzweg beteiligt

„Wenn wir Leiden überspielen, überspielen wir auch uns selbst“, mahnte Zekorn. Auch die kleinen Leiden des Lebens wollen ernst genommen werden. „Und erst recht die großen Leiden: eine schwere Krankheit, das Sterben eines lieben Menschen.“ Wenn man einen Kreuzweg gehe, stelle man sich dem Leid, erklärte der Weihbischof: „Jesus hat am Kreuz alles Negative auf sich genommen: den Hass, die ungerechte Verurteilung, die Sünden der Menschen. Er hat Schmerzen gelitten, ist gestorben und hat all das in Leben verwandelt.“ Deshalb sei das Kreuz auch ein Symbol dafür, dass das Negative im Leben zu etwas Gutem führe, „wenn wir es mit Gott leben und ihm anvertrauen“.

An den einzelnen Stationen beteiligten sich musikalisch das Blasorchester Dolberg, die Sänger Elena und Simeon Sougaris und Markus Vorspohl (Hang-Drum) sowie der aramäische Kinder- und Jugendchor. Aktiv und finanziell unterstützt wurde das Projekt von allen Gemeinden in Ahlen. „Es ist eine beeindruckende ökumenische Veranstaltung gewesen“, berichtete Martina Jotzeit, Vorsitzende des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz.