Polnische Mission hat wieder Krippenfiguren aufgebaut

„Krippe soll bei den Menschen sein“ – auch im Hauptbahnhof Münster

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In der Halle des Hauptbahnhofs Münster steht wieder die Weihnachtskrippe der Polnischen Mission. Der Organisatorin Malgorzata Wojcik fehlt allerdings noch ein wichtiges Element.

Die Polnische Mission hat am Donnerstag ihre traditionelle Weihnachtskrippe in der Halle des Hauptbahnhofs Münster eröffnet. Mehrere große Holzfiguren – darunter die heilige Elisabeth von Thüringen und Mutter Teresa – stehen vor einem großen, leuchtenden Weihnachtsbaum und neben der Filiale einer Fastfood-Kette – und das bis zum 8. Januar.

Jedes Jahr steht in der Bahnhofsvorhalle eine andere Krippe. Sie geht nach der Zeit in Münster auf Wanderschaft in andere Städte und an öffentliche Orte.

„Krippe soll Hoffnung geben“

Die Idee, eine Krippe an belebten, öffentlichen Orten zu zeigen, hatte Malgorzata Wojcik von der Polnischen Mission Münster. „Wir wollten, dass die Krippe eben nicht an geschützten Orten steht, sondern bei den Menschen ist. Der Bahnhof ist der ideale Ort, wo viele Menschen, Reisende, Vorbeikommende, aber auch Menschen mit vielen Problemen aufeinandertreffen.“

Für Letztere solle die Krippe gerade in der Nacht Beistand leisten und Hoffnung geben. „Wir wissen, dass das Jesuskind in der Krippe von allen sehr geachtet ist“, sagt Wojcik.

Lob für Einsatz der Polnischen Mission

Bei der Eröffnung am Donnerstag würdigten unter anderem Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), Weihbischof Dieter Geerlings und Bahnhofsmanager Michael Jansen den langjährigen Einsatz der Münsteranerin und der Polnischen Mission.

Die Aktion kommt aber auch bei Passanten gut an. Viele bleiben stehen und fotografieren die hölzernen Figuren der Krippe. Einige lesen die Infotafel und lassen ihre Blicke über die Figuren schweifen.

Passanten freuen sich

Auch die Franzosen Thierry und Pascale Laidin blieben an der Krippe stehen. Sie waren in Münster zu Besuch und wollten nun wieder in die Heimat. Kurz vor Beginn des angekündigten Lokführer-Streiks habe das Ehepaar „einige Minuten innehalten“ können.

„Bei uns in Frankreich gibt es so etwas nicht. Eine Krippe in solcher Größe ist sehr schön und bringt uns in vorweihnachtliche Stimmung,“ sagt Ehefrau Thierry. Während ihr Mann noch schnell belegte Brötchen kauft, macht sie ein Erinnerungsfoto von der Krippe.

Wünsche-Box fehlt noch

Organisatorin und Ideengeberin Malgorzata Wojcik fehlt allerdings noch ein wichtiger Bestandteil der Krippen aus den letzten Jahren: Eine Box, in der Menschen ihre Wünsche, Sorgen und Nöte, aufgeschrieben auf einem Zettel, einwerfen können.

„Für diese Menschen mit ihren Anliegen haben wir dann gebetet“, so Wojcik. Da die Papp-Box im letzten Jahr aber durch die gesamte Bahnhofsvorhalle wanderte, suche man nun eine Alternative – möglichst „eine stabile, große Box“.