Schwester Margarete Ulager wird Generaloberin

Mauritzer Franziskanerinnen tagen erstmals in den USA

Erstmals in der 175-jährigen Geschichte haben die Mauritzer Franziskanerinnen beim Generalkapitel in den USA getagt, und zwar in Springfield im Bundesstaat Illinois. Schwester Margarete Ulager aus der deutschen Provinz wurde zur elften Generaloberin gewählt, wie der Orden mitteilte.

Bisher war Schwester Margarete Ulager in der Krankenpflege eingesetzt und hatte Leitungsämter auf der Ebene der Ordensprovinz und als Generalökonomin. Kürzlich bekam sie ihren Master-Abschluss von der Universität Salford, Manchester im Fach Global Management.

700 Franziskanerinnen in neun Ländern

Das Generalkapitel ist die höchste beschlussfassende Instanz der Krankenschwestern vom Dritten Regulierten Orden des Heiligen Franziskus, wie die Kongregation offiziell heißt. Dazu zählen nach Angaben des Ordens Provinzen in Deutschland, Polen, Japan, Indien und den USA.

Derzeit gehören dem Orden rund 700 Franziskanerinnen an. Sie sind in Deutschland, Polen, den USA, Japan, Indien, den Niederlanden, Südkorea, Vietnam und Kasachstan vertreten. Tätig sind die Ordensfrauen im Gesundheitswesen, in der Erziehung, der Seelsorge, in Sozialdiensten und in Selbsthilfeprojekten, bei denen sie nach eigenen Angaben häufig gemeinsam mit anderen ihre Dienste an Mitmenschen in Not leisten.

Leitungsteam für sechs Jahre

Generalvikarin wurde Schwester Christella Watanabe aus der japanischen Provinz. Generalrätinnen sind jetzt Schwester Rita aus der indischen Provinz, Schwester Christa Maria Frie aus der deutschen Provinz und Schwester Lima Arackal aus der indischen Provinz. Diese Ämter haben sie zusammen mit der Generaloberin im Leitungsteam der internationalen Kongregation in den nächsten sechs Jahren inne.

Im Generalkapitel berieten die 26 Franziskanerinnen auch über Anträge, die eingereicht worden waren. Dabei ging es um Themen wie Charisma, Sendung und Mission, Leitung und Verwaltung der Finanzen.