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Zwei Wochen Insel-Präsenz und Gottesdienst-Angebote in der Heimat

Pastoralteam startet: Im Pendelverkehr zwischen Ameland und dem Bistum

  • Für das Pastoralteam Ameland aus dem Bistum Münster steht eine besondere Saison bevor.
  • Nur 20 von ansonsten 100 Ferienfreizeiten machen sich auf den Weg auf die niederländische Insel.
  • Deshalb kombiniert das Pastoralteam Insel-Aufenthalte mit Angeboten im Bistum Münster.
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Die Sommerferien haben begonnen und damit auch die Saison für das Pastoralteam Ameland aus dem Bistum Münster. „Es wird eine besondere Saison“, prognostiziert Pastor Karsten Weidisch. Denn Corona-bedingt werden nur 20 von rund 100 Ferienfreizeiten, die dem Katholischen Ferienwerk Ameland angehören, auf die niederländische Insel fahren.

Dieser Tatsache hat sich auch das Pastoralteam angepasst, das in normalen Jahren die gesamten nordrhein-westfälischen Sommerferien auf Ameland präsent ist. Eine Mischung aus Präsenz auf der Insel und Angeboten zu Hause wird es geben. Auch wenn dieses Modell für alle Beteiligten neu ist – die Vorfreude auf die Saison trübt es keinesfalls: „Wir sind hochmotiviert und voller Power“, spricht Weidisch für das Team, das aus zwölf jungen Erwachsenen besteht.

Kirche für Kinder und Jugendliche erfahrbar

Den Mittelpunkt der Arbeit bilden auch in dieser Saison die Gottesdienste auf der Insel wie in den heimischen Pfarreien, denn viele Kirchengemeinden bieten ein Ersatzprogramm für die Kinder und Jugendlichen an. „Wir möchten beiden Seiten gerecht werden“, sagt Weidisch als Vorsitzender des Katholischen Ferienwerks Ameland, dessen Vorstand personell und finanziell vom Bistum Münster unterstützt wird. Der Geistliche sieht in den Gottesdiensten gerade in dieser Zeit eine Chance: „Durch eine zeitgemäße, lebendige Gestaltung mit vielen kreativen und musikalischen Elementen wird Kirche für die Kinder und Jugendlichen auch in der Pandemie positiv erfahrbar“, ist er überzeugt.

Vom 14. bis 20. Juli und vom 11. bis 17. August ist das Pastoralteam auf Ameland und erreicht damit alle 20 Ferienlager. „Wir können den jeweils abreisenden Lagern einen Abschluss-Gottesdienst und den gerade angereisten einen Auftakt-Gottesdienst anbieten“, erklärt Weidisch. Sogar den Ferienlagern aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, die in Teilen ebenfalls zum Katholischen Ferienwerk Ameland gehören, wird ein Gottesdienst-Angebot gemacht. Zusätzlich sind Gottesdienste für Touristen und Einheimische in der St.-Clemens-Kirche und eventuell am Strand geplant. Wichtig ist dem Team zudem eine möglichst durchgehende Erreichbarkeit: „Wir sind täglich von 8 bis 22 Uhr über unser Pastoralteam-Handy zu erreichen, um in Notsituationen und Konflikten zu beraten“, betont Weidisch.

Pastoralteam verstärkt Angebote im Bistum

In den übrigen Wochen verstärkt das Team seine Angebote im Bistum und tourt mit dem sogenannten GoDi-Mobil herum. Auf Anfrage fahren die Ehrenamtlichen in die Pfarreien, um dort bei den unterschiedlichen „Ameland-light-Angeboten“ Gottesdienste zu feiern. „Etwa 20 Anfragen haben uns schon erreicht“, freut sich Weidisch über das Interesse. Neben den lokalen Besuchen stehen weitere Messen fest: So finden am Dienstag, 6. Juli, in Kevelaer und am Dienstag, 27. Juli, am Annaberg in Haltern am See die Kochleute-Gottesdienste statt. Der Saisonabschluss ist für Sonntag, 29. August, in Beckum geplant.

„Ein Blick auf unsere Social-Media-Kanäle lohnt sich übrigens immer“, sagt Weidisch und weist darauf hin, dass das Pastoralteam Ameland bei Instagram, Facebook und Youtube zu finden ist. Regelmäßig gibt es dort neue Informationen und Einblicke in das Lagerleben anderer Freizeiten sowie interaktive Aktionen. Zuletzt veröffentlichte das Team dort das Motto der Saison „Leuchtsignal“ nach dem gleichnamigen Lied des Sängers Samuel Rösch. Eine Laterne mit einer regenbogenfarbenen Kerze wird das Pastoralteam während der Saison begleiten, kündigt Theresa Niebler an und erklärt: „Leuchtsignale sind Hoffnungszeichen, die vor allem in schwierigen Zeiten Mut und Halt geben.“

Seit 100 Jahren Ferienlager auf Ameland

Trotz der Motivation und der Ideen, mit denen das Pastoralteam in diesen Tagen startet – einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: „In diesem Jahr können wir auf eine hundertjährige Tradition von Ferienlagern aus dem Bistum Münster auf Ameland zurückblicken“, erklärt Weidisch. Der in Kevelaer geborene Pastor Edmund Janssen organisierte 1921 die erste Freizeit für Schüler aus Kleve. „Definitiv ein Grund zum Feiern“, sagt Weidisch. Doch die Corona-Pandemie lasse große Feierlichkeiten nicht zu. „Das wird nachgeholt“, sagt der Vorsitzende des Katholischen Ferienwerks.

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