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Zahlreiche Rettungsschiffe wieder im Mittelmeer im Einsatz

„Rettungskette für Menschenrechte" durch NRW

  • Mehrere zivile Seenotretter sind nach Zwangspausen wieder im zentralen Mittelmeer im Einsatz.
  • An Bord der "Sea Eye 4" ist derzeit auch Kai Echelmeyer aus Emsdetten.
  • Mit Menschenketten setzten 270 Organisationen am Samstag europaweit ein Zeichen für Menschenrechte.

 

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Mehrere zivile Seenotretter sind nach Zwangspausen wieder im zentralen Mittelmeer im Einsatz. So berichtete am Wochenende die Organisation SOS Mediterranee von zwei Rettungseinsätzen der "Ocean Viking" vor der libyschen Küste, bei denen 58 Personen, darunter mehrere Kinder, in Sicherheit gebracht wurden. Seit Mitte September ist an Bord des Rettungsschiffes zusätzlich ein Team der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) im Einsatz.

Auch die "Geo Barents" des Hilfswerks Ärzte ohne Grenzen befindet sich nach eigenen Angaben wieder in der Such- und Rettungszone im Mittelmeer. Und die "SeaWatch4" wurde nach zahlreichen Hafenkontrollen wieder freigegeben und kündigte per Twitter an, baldmöglichst den nächsten Rettungseinsatz zu beginnen. Die „Sea-Eye4“ ist derzeit noch mit 20 geretteten Minderjährigen aus Libyen im Mittelmeer unterwegs. An Bord ist unter anderem der aus Emsdetten stammende Kai Echelmeyer, der sich nach seinem Auslandsjahr über das Bistum Münster bei „Sea-Eye“ für Menschenrechte einsetzt.

Menschenketten für Menschenrechte europaweit am Samstag im Einsatz

Am Samstag hatte rund 270 Organisationen aus Deutschland, Österreich und Italien zu einer Aktion unter dem Motto "Hand-in-Hand - Rettungskette für Menschenrechte" aufgerufen. Durch eine symbolische Menschenkette von der Nordsee bis zum Mittelmeer wollten die Organisatoren auf das Sterben auf den Fluchtrouten vor allem im Mittelmeer aufmerksam machen. Darunter auch Gruppen aus dem Bistum, beispielsweise aus der Gemeinde St. Ludwig Ibbenbüren (Foto), die sich der Kette in Bad Oeynhausen anschloß.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bereits knapp 1.370 Menschen bei einem Fluchtversuch im Mittelmeer ertrunken, darunter etwa 1.100 auf der zentralen Mittelmeerroute.

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