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Kai Echelmeyer aus Emsdetten gehört zur Crew - Veranstaltung am 24. November

Bistum Münster unterstützt Seenotretter „Sea-Eye“ mit 30.000 Euro

  • Kai Echelmeyer aus Emsdetten ist Mitarbeiter der zivilen Seenot-Organisation „Sea-Eye“.
  • Schon mehrfach war er im Einsatz auf dem Schiff „Sea-Eye 4“ und berichtet über seine Erfahrungen.
  • Am 24. November findet in Kooperation mit dem Bistum Münster eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion statt.

 

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Zweimal war Kai Echelmeyer selbst auf dem Mittelmeer: „Was ich da erlebt habe, lässt mich einfach nicht mehr los.“ Erst im September ist der 27-Jährige von seinem zweiten Einsatz an Bord des Schiffs „Sea-Eye 4“ zurückgekehrt. Der Emsdettener arbeitet als Referent für die gleichnamige zivile Seenot-Organisation, die Bootsflüchtlinge rettet. Während sein Job im „Sea-Eye“-Büro in Bonn ist, verbringt er seine Urlaube ehrenamtlich auf dem Schiff. Die Hilfsmission im zurückliegenden September wurde vom Bistum Münster unterstützt – mit 30.000 Euro, teilt nun die Bischöfliche Pressestelle mit.

„Das ist für uns eine richtig große Summe und ein starkes Zeichen des Bistums“, ist Kai Echelmeyer dankbar für die Spende der katholischen Kirche, der er sich verbunden fühlt. Von 2013 bis 2014 war der Emsdettener als Freiwilliger des Bistums im mexikanischen Cardonal. Eine Zeit, die ihn geprägt hat. Auch für sein heutiges Engagement.

 

Verzweiflung bei Geflüchteten groß

 

Niemand mache sich ohne Grund auf den lebensgefährlichen Weg, ist Echelmeyer überzeugt. Im September hat die Crew bei stürmischem Wetter vier westafrikanische Mütter mit ihren gerade einmal wenige Wochen alten Babys und zwei Hochschwangere gerettet: „Wie verzweifelt müssen sie gewesen sein, das Risiko der Flucht einzugehen?“, fragt sich der Emsdettener immer wieder. Die Antwort steht in den Gesichtern der Menschen.

Erst Ende vergangener Woche hatte die „Sea-Eye 4“ wieder einen Einsatz auf dem Mittelmeer. Die Besatzung rettete 800 Geflüchtete, 400 mehr als für das Schiff vorgesehen, und brachte sie in Sizilien an Land. Kai Echelmeyer zeigte sich im Bonner Büro erleichtert: „Die politische Situation ist gerade gut, es werden keine Schiffe festgesetzt.“ Er kennt allerdings auch andere Zeiten. „Schon oft wurde unsere Arbeit politisch blockiert.“ Mit der Folge, dass eine humanitäre Katastrophe drohte.

 

Filmteam hat Geflüchtete begleitet

 

Wer mehr über „Sea-Eye“ und die Arbeit der Organisation wissen möchte, sollte sich am Mittwoch, 24. November, um 18 Uhr im Cinema, Warendorfer Straße 45, den Film „Route4“ ansehen. Ein Filmteam zeichnet dabei den Weg der Geflüchteten aus afrikanischen Ländern nach und hat in diesem Kontext auch auf der „Sea-Eye 4“ Aufnahmen gemacht.

Im Anschluss an den Film wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der Weihbischof Stefan Zekorn sowie Kai Echelmeyer teilnehmen, heißt es abschließend in der Mitteilung. Der Abend ist eine Kooperationsveranstaltung von „Sea-Eye“ und der Fachstelle Weltkirche im Bistum Münster. Die Eintrittsgelder fließen als Unterstützung in die Arbeit der Seenot-Organisation.

Karten gibt es über https://www.cineplex.de/film/route-4-a-dreadful-journey/378252/muenster/.

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