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Organisationen Sea-Watch und SOS Mediterranee mit Booten im Einsatz

Alarm im Mittelmeer: Zahl der Migranten in Seenot steigt deutlich an

  • Hunderte Bootsmigranten befinden sich nach Aussage von Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer in akuter Seenot.
  • Die Organisationen Sea-Watch und SOS Mediterranee schlagen Alarm.
  • Mehrere Boote nahmen allein am Wochenende etwa 550 Migranten auf, darunter Schwangere und Babys.
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Hunderte Bootsmigranten befinden sich nach Aussage von Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer in akuter Seenot. Die Nichtregierungsorganisation Sea-Watch berichtete am Montag von mindestens vier Booten mit insgesamt mehr als 800 Passagieren, die dringend Hilfe benötigten. "Die Lage ist äußerst kritisch. Italien und Malta müssen jetzt schnell handeln, um die Menschen zu retten und Tote zu verhindern", schrieb Sea-Watch über Twitter.

Die Organisation SOS Mediterranee berichtete indes von mittlerweile rund 550 aufgenommenen Bootsmigranten an Bord der "Ocean Viking". Es habe sechs Rettungsaktionen am Wochenende gegeben. Die Mehrzahl seien Männer, es befänden sich aber auch Dutzende teils schwangere Frauen, Jugendliche und viele Kinder an Bord. Das jüngste gerettete Kind sei drei Monate alt.

Mehrere Schiffe retten Migranten im Mittelmeer

Gemeinsam mit der Crew der "Sea-Watch 3" und der Crew des Segelboots Nadir der Nichtregierungsorganisation ResQship waren allein in der Nacht zum Sonntag rund 400 Migranten von den Hilfsorganisationen gerettet und auf die "Ocean Viking" und die "Sea-Watch 3" verteilt worden.

Seit Jahresbeginn ertranken oder verschwanden im zentralen Mittelmeer laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 930 Migranten, fast dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Die Gesamtzahl der versuchten Überfahrten seit Januar diesen Jahres beziffert die IOM mit etwa 78.700.

Zahl der hochriskanten Überfahrten steigt wieder

Nachdem es infolge der Covid-19-Pandemie im vergangenen Jahr deutlich weniger hochriskante Überfahrten über das Mittelmeer gab, steigen die Zahlen in diesem Jahr wieder deutlich an.

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