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In vielen Städten und Gemeinden finden wieder Umzüge und Feste statt

Sankt Martin reitet wieder durch das Bistum Münster - der Überblick

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Nach dem Corona-Jahr 2020, als die Martinszüge ausfallen mussten, reiten Darsteller des beliebten Heiligen wieder in vielen Orten. Vorsicht vor Ansteckung ist allerdings noch immer geboten. Deshalb finden nicht alle Veranstaltungen so statt, wie sie vor Corona-Zeiten üblich waren. Mancherorts fallen sie aus, in anderen Städten oder Dörfern lebt die Tradition wieder auf – zum Teil in reduzierter Form. Hier zeigen wir einige Beispiele aus dem Bistum Münster.

 

Greven - Martins-Tüten und Mini-Umzüge statt zentraler Treffen

 

„Statt eines zentralen Treffens laden wir die Familien wieder ein, einen eigenen Umzug zu machen. Als Ziel bieten wir eine unserer Kirchen in Greven oder Reckenfeld an“, erklärt Pastoralreferent Tobias Busche die Martinsvariante 2021 in einer Pressemitteilung. Wie schon im vorigen Jahr hat der Sachausschuss „Ehe und Familie“ der Pfarrei 400 Martinstaschen mit der Martins-Legende, Liedern und einem Laternen-Bastelset zusammengestellt.

Familien können sich am Sonntag, 14. November, mit anderen Familien zu einem Umzug treffen. Zwischen 16 und 18 Uhr stehen Mitglieder des Sachausschusses an der Franziskus-, Josefs-,  Martini- und Marienkirche bereit. „Kommen Familien in dieser Zeit an einer der Kirchen vorbei, erhalten die Kinder dort Martinsgänse zum Teilen als süße Wegzehrung. In der Kirche zeigen wir die ganz Zeit über einen kleinen Martinsfilm. Und wer weiß – vielleicht ist ja eine bekannte Familie zur gleichen Zeit an der Kirche anzutreffen“, beschreibt Busche die Idee der Martinstreffen. Ein weiteres Programm ist an den Kirchen nicht geplant. (mth/pd)

 

Rheine - Martinsspiel der Theatergruppe und Lagerfeuer

 

Bereits am Sonntag, 7. November, reitet St. Martin in Rheine ein: „Das liegt daran, dass der Umzug in Verbindung mit dem Martinsmarkt in Rheine stattfindet“, erläutert Anja Ohlrogge vom Veranstaltungs-Management der Stadt Rheine. Kirchenmusiker Peter Petermann wird mit einem Bläserensemble den Umzug begleiten, der um 17 Uhr mit einem Impuls an der St. Dionysiuskirche startet und zum Vorplatz des Falkenhofmuseums führt.

Von einem Lagerfeuer empfangen, können große und kleine Teilnehmer beim Martinsspiel der Theatergruppe des Heimatvereins Hauenhorst/Katenhorn zuschauen. Die Messdiener der Gemeinde links der Ems halten an einem Stand Getränke bereit. (Marie-Theres Himstedt)

 

Isselburg - in Werth reitet Sankt Martin, in Anholt nicht

 

In der Gemeinde Isselburg wird es im Ortsteil Anholt keinen Martinszug geben, im Ortsteil Werth dagegen schon. Die Verantwortlichen des Heimatvereins Anholt hatten lange beraten und letztlich doch den beliebten Fackelumzug zu St. Martin abgesagt. Dennoch soll es eine kleine Gabe für die Anholter Kinder geben, heißt es vom Heimatverein.

Dafür reitet St. Martin unter Berücksichtigung der Corona-Schutzverordnung durch Werth. Ausrichter ist der Löschzug Werth der Freiwilligen Feuerwehr. Der Martinszug beginnt am Freitag, 5. November, um 17.30 Uhr. „Eine pandemiebedingte Absage des Umzuges behalten wir uns jederzeit vor“, heißt es vom Organisationsteam. (Johannes Bernard)

 

Geldern - Kinder geben einen Teil der Süßigkeiten an die Tafel ab

 

In Geldern sind die Martins-Züge durch die Stadt und die Dörfer ein Höhepunkt im städtischen Leben. „Fast alle Stadtteile haben eigene St. Martins-Komitees, die dieses Ereignis vorbereiten“, sagt André Theunissen von der Stadtverwaltung Geldern.

Die Stadtteile Hartefeld und Vernum gestalten zum Beispiel einen gemeinsamen Umzug. Der Hartefelder St. Martins-Zug ist eine beliebte Brauchtumsveranstaltung für die Ortschaften Hartefeld und Vernum sowie die Bauernschaft Poelyck, meint Brigitte Fahrenholz, die Vorsitzende des St.-Martin-Komitees Hartefeld-Vernum. Neben dem Umzug für die Kinder und ihre Familien besticht die Veranstaltung auch durch die Inszenierung der Martinsgeschichte auf der „Bürgerwiese“ am Buykerweg.

Ganz im Sinne von St. Martin geben Kinder der St.-Antonius-Grundschule Hartefeld und Kinder des katholischen und städtischen Kindergartens in Hartefeld einen Teil der Süßigkeiten aus ihrer Martinstüte ab. Diese Süßigkeitenspende wird von der Schriftführerin des Sankt-Martins-Komitees Hartefeld-Vernum, Petra Wegers, an Alfred Mersch, den Organisator der Gel­derner Tafel, überreicht. Viele Nutzer der Gelderner Tafel sind Kinder. (Jürgen Kappel)

 

Nottuln - Martini-Markt ist abgesagt, Martinszug findet aber statt

 

In Nottuln hat die Gemeinde den traditionellen Martini-Markt abgesagt. Das Wochenende rund um St. Martin ist eine bunte Mischung aus Kirmes, Krammarkt und Kunsthandwerkerdorf hinter der Martinus-Kirche.

Dennoch wird es wieder wie gewohnt einen von der St.-Martini-Bruderschaft vorbereiteten Martinszug geben. Er startet am Freitag, 5. November, um 17.30 Uhr am Nottulner Pfarramt. Alle Familien sind zur Teilnahme eingeladen. Die musikalische Begleitung wird die BMV Nottuln übernehmen. Zum Abschluss des Umzugs gibt es leckere Martins-Brezeln für die Kinder. (Johannes Bernard)

 

Bocholt - Veranstalter rechnen mit mehr als 3400 Teilnehmern

 

Der Bocholter Martinszug findet statt – und zwar am Mittwoch, 10. November, ab 17.15 Uhr. Nach der Corona-bedingten Absage im Vorjahr können wieder die Kinder der Innenstadtschulen von der ersten bis zur fünften Klasse am Zug teilnehmen. „Wir rechnen mit mehr als 3400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern“, sagt Georg Ketteler vom Verein für Heimatpflege in Bocholt. In Gesprächen mit der Stadt fand man die Lösung, den Umzug als eine 3G-Veranstaltung durchzuführen.

Ketteler hofft auf die Vernunft der Besucher und versichert: „Wir werden das Mittragen des Personalausweises und eines 3G-Dokumentes intensiv bewerben.“ Das Publikum werde während des Umzugs stichprobenweise kontrolliert. Die Kinder seien auf Grund der schulischen Testpflicht bereits getestet, so Ketteler.

Der Verein für Heimatpflege richtete 1910 den ersten gemeinsamen Martinszug der Bocholter Kinder aus. Seitdem findet der Martinszug statt – unterbrochen nur durch die Kriegsjahre und das Corona-Jahr 2020. Zahlreiche Einzelpersonen und öffentliche Organisationen, besonders auch die Lehrerinnen und Lehrer der städtischen Schulen und städtischen Dienststellen, tragen alljährlich zum Gelingen des Zuges bei.

Bis dahin müssen die Helferinnen und Helfer noch 3900 Tüten packen: Rund 3500 für die Kinder und weitere 400 für die Altenheime. (Johannes Bernard)

 

Xanten - acht Umzüge in der Stadt und umliegenden Dörfern

 

In diesem Jahr werden in Xanten die Martins-Züge durch die Straßen der Stadt ziehen. Nach Auskunft des Ordnungsamtsleiters Noah Decker sind vom 10. bis 14. November in Xanten und den umliegenden Dörfern acht Umzüge vorgesehen. Im Stadtkern und in den Dörfern Marienbaum, Lüttingen, Mörmter, Wardt, Vynen, Obermörmter und Lüttingen werden die Kindertagesstätten und Grundschulen die Martinsumzüge veranstalten. Der Umzug im Stadtgebiet ist in dem neuen Kurpark geplant und nicht wie in den vergangenen Jahren im Archäologischen Park des Landschaftsverbandes. St. Martin teilt seinen Mantel am Morgen des 10. November auf dem Schulgelände der Viktor-Grundschule und nicht in der Arena des Römerparks.

Die Umzüge sind trotz der Corona-Pandemie möglich. „Wir stützen uns auf eine gemeinsame Erklärung des Landes-Gesundheitsministeriums, des Städte- und Gemeindebundes, des Städtetages und Landkreistags“, sagt Decker. Man wolle die Hygienevorschriften nach Möglichkeiten beachten und glaube, dass eine Veranstaltung im Freien gut möglich sei. Decker verweist auf die Erklärung, nach der die Behörden vor Ort aufgefordert werden, eine Veranstaltung wie Kirmes und Weihnachtsmärkte zu ermöglichen.

Darunter subsumiert Decker auch die Martins-Umzüge. Für viele seien diese auch eine Bereicherung des Lebens und „tragen zu einer höheren Lebensqualität und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei“, zitiert Noah Decker die Erklärung. (Jürgen Kappel)

 

Friesoythe - nur in Gruppen und ohne Pferd – mit kleinem Umzug

 

Für den Kindergarten St. Christophorus in Friesoythe ist er immer ein großer Tag: der Martinsumzug. 135 Kinder ziehen mit Eltern und Erzieherinnen in einem Umzug zu einem Sportplatz. Voran reitet ein Kind, verkleidet als Martinsdarsteller, auf einem Pferd, das von der Besitzerin geführt wird. Dort spielen die Kinder die Martinslegende nach, bei einem Lagerfeuer lassen sie es sich dann gut gehen. Mehrere hundert Menschen sind jedes Mal dabei.

Dieses Jahr fällt das aus, berichtet Marlies Looschen, Leiterin der Einrichtung. Der Kreis Cloppenburg hat zurzeit die höchsten Infektionswerte in Niedersachsen und deshalb alle Einrichtungen zur Vorsicht gemahnt.

Im Kindergarten werde man also den Tag in den sechs Gruppen allein für sich feiern mit einem Nachspiel der Martinslegende und einem kleinen Umzug der Gruppe über das Gelände der Einrichtung. (Franz Josef Scheeben)

 

Sonsbeck und Labbeck - Martin reitet – aber er übergibt die Tüten nicht selbst

 

Am 13. und 14. November zieht St. Martin in diesem Jahr wieder hoch zu Ross durch die Straßen von Sonsbeck und Labbeck, wie Hans-Jörg Giesen von der Gemeinde Sonsbeck erläutert. Auch Sonsbecks Entscheidung fußt auf der gemeinsamen Erklärung. Giesen selbst wird als St. Martin am 14. November durch Labbeck reiten.

Aufgrund eines Hygienekonzeptes wird der Ablauf sich etwas verändern. In den vergangenen Jahren hat der Martinsdarsteller die teilnehmenden Kinder persönlich begrüßt und die Tüten mit den Süßigkeiten verteilt. Diese Zeremonie fällt in diesem Jahr aus. Die Kinder kommen vor die Türe des Pfarrheimes, wo ihnen die Tüte übergeben wird. „Ansonsten“ so Giesen, „ist alles wie gehabt.“ In Labbeck startet der Umzug auf dem Sportplatz, die Mantelteilung ist auf dem Dorfplatz. Der Ablauf in Sonsbeck ist nach den Worten von Giesen vergleichbar. (Jürgen Kappel)

 

Gronau-Epe - Messdiener führen am 7. November Martinsspiel auf

 

„Save the date“ heißt es in Gronau-Epe: Am Sonntag, 7. November, wird um 17.30 Uhr St. Martin am Bahnhof in Epe erwartet. Von dort aus macht er sich auf den Weg zum Kirchvorplatz, wo das Martinsspiel der Messdienergemeinschaft St. Agatha Epe sein wird. (Johannes Bernard)

 

Carum - kleiner Umzug in der kleinsten Teilgemeinde

 

Der Martinsumzug an der Kirche St. Johannes Ev. in Carum wird stattfinden. Da ist Petra Burke fest entschlossen. Mit rund 400 Katholiken ist Carum die kleinste Teilgemeinde im oldenburgischen Bistumsteil.

In der Kirche dort können normalerweise 300 Katholiken sitzen, unter den derzeit gültigen Bedingungen im Landkreis Vechta jedoch nur 30 Haushalte. Die Gruppe um Petra Burke. entstanden aus einem Vorbereitungskreis für Familiengottesdienste, will am 13. November den Martinsumzug trotzdem versuchen.

Der Abend des 13. November soll mit einem Martinsspiel in der Kirche beginnen, dann soll ein Umzug durch den Ort folgen. In der Regel sind etwa 25 Kindern mit Eltern dabei. Den anschließenden Umtrunk im Pfarrheim werde man allerdings an Stehtische vor der Kirche verlegen müssen, so Petra Burke. (Franz Josef Scheeben)

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