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Aufsehenerregende Rauminstallation von Andreas Bee

Schwebende Formen in St. Joseph Münster

  • Drei große schwebende Objekte schweben derzeit durch die große Innenstadtkirche St. Joseph in Münsters Süden.
  • Sie stammen von dem Düsseldorfer Künstler Andreas Bee.
  • Bis zum 18. November ist die Installation in der Kirche zu sehen.
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Sie sind weiß, sie sind groß und schweben wie leichte, weiße Wolken durch den Raum: Die Installation des Künstlers Andreas Bee in der großen Innenstadtkirche St. Joseph an der Hammer Straße in Münsters Süden lässt staunen.

Der 1959 in Bad Lippspringe geborene Künstler lebt in Düsseldorf. Seine schwebenden Formen hat er eigens für St. Joseph entwickelt. Seit heute sind sie dort zu sehen, die Schau wurde mit einer Vernissage eröffnet.

Kolter: Ort und Mensch als Ausgangspunkt

"Für Andreas Bee ist stets der Ort an sich Ausgangspunkt seines künstlerischen Entwurfs: die architektonischen Gegebenheiten, Maße, Volumina", erläutert Susanne Kolter, Kuratorin der Ausstellung, Vorsitzende der Kunstkommission des Bistums Münster und Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd. "Eine zweite Maßeinheit kommt hinzu, nämlich der Mensch, der sich in diesem Raum bewegt, dort atmet und fühlt."

Die drei halbkugelartigen Formen öffnen sich nach unten wie nach oben. "Sie haben etwas Schützendes und Anschmiegsames, dem sich der Betrachter anvertrauen mag", heißt es in einer Pressemitteilung der Pfarrei.

Veränderte Wahrnehmung des Kirchraums

"So wenig, wie die Installation den Menschen bedrängt, vereinnahmt sie den Raum", sagt Kolter. Die Formen dominierten die Kirche nicht, veränderten aber gleichwohl Wahrnehmung und Empfinden des Ortes. "Sie sind sowohl Intervention in den Raum als auch seine Weiterentwicklung und organische Ergänzung."

Andreas Bee studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf. Seine Skulpturen und Installationen waren den Angaben zufolge in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten. Seit 1989 lehrt Bee an der Kunstakademie Düsseldorf.

Die Installation in St. Joseph ist noch bis zum 18. November zu sehen.

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