Themenwoche „Gemeindefinanzen“ (4) - aus Münster

So gelingt die Online-Spende in Pfarreien und Pastoralen Räumen

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Kirchliche Institutionen und karitative Einrichtungen und Gruppen sind immer mehr darauf angewiesen, finanzielle Unterstützer zu gewinnen. Dabei helfen das Spendenportal der Darlehnskasse Münster (DKM) und Fundraising-Experten.

Auch in der Kirche wird das Geld knapp: Sinkende Zuschüsse aus öffentlichen Geldern und ein Rückgang der Kirchensteuereinnahmen stellen eine Herausforderung für viele Einrichtungen aus Kirche und Caritas dar. Kaufkraftbereinigt werden die Kirchensteuereinnahmen trotz gleichbleibender Einnahmen weiter sinken, so die Prognosen.

Das Fundraising kann eine Unterstützung zur Finanzierung von gemeinnützigen Organisationen bieten, damit diese auch weiterhin ihren Kernaufgaben nachgehen können. Auf diesem Gebiet Erfahrungen gesammelt hat die Darlehnskasse Münster (DKM). Die Bank hat schon vor einigen Jahren ein DKM-Spendenportal eingerichtet und berät Institutionen wie ehrenamtlich tätige karitative Vereine beim Online-Fundraising.

Mehr als 130 Einrichtungen dabei

„Viele möchten ihre Spende so einfach wie möglich gestalten. Die Online-Spende ist eine bequeme Möglichkeit und eine geeignete Alternative wie das Online-Fundraising“, sagt Timo Brunsmann, der bei der DKM für das Organisationsmanagement zuständig ist.

Bislang nutzen über das DKM-Spendenportal mehr als 130 kleine und große Vereine und Einrichtungen die Möglichkeit, sich über das Spendenportal vorzustellen und um Unterstützung zu werben. Dazu zählen beispielsweise die Uganda-Hilfe Mauritz in Münster, der Caritasverband für das Erzbistum Hamburg, der Verein „Wir sind Kirche“ und der Caritas-Verein in Hamm „Gemeinsam statt einsam“.

400.000 Euro fließen über DKM-Spendenportal

Mit dem DKM-Spendenportal haben Einrichtungen aus Kirche und Caritas die Möglichkeit, kostengünstig und sicher die Online-Spende auf ihrer Internetseite anzubieten. | Foto: Johannes Bernard
Mit dem DKM-Spendenportal haben Einrichtungen aus Kirche und Caritas die Möglichkeit, kostengünstig und sicher die Online-Spende auf ihrer Internetseite anzubieten. | Foto: Johannes Bernard

Nach Auskunft von Brunsmann beliefen sich die Zuweisungen an die im Spendenportal aufgeführten und vorgestellten Institutionen, Einrichtungen und gemeinnützigen Vereine im Jahr 2022 auf rund 400.000 Euro. „Das sind die über die DKM vorgenommenen Online-Spenden. Die direkt an die Empfänger überwiesenen Spenden dürften um einiges höher sein“, sagt Brunsmann.

Nach seiner Ansicht bietet Fundraising die Möglichkeit, ein Netzwerk aufzubauen sowie Spenderinnen und Spender zum Mitmachen eines Engagements zu gewinnen. „Fundraising heißt ja nicht nur, Geld zu sammeln. Es geht um Beziehungspflege und darum, im positiven Sinn Menschen zu akquirieren.“

DKM bietet Beratung an

Die DKM bietet ehrenamtlich geführten Vereinen und Vereinigungen eine kostenlose Beratung. „Große Einrichtungen und Trägerschaften wie die Alexianer und die Franziskus-Stiftung haben ihre eigenen hauptberuflichen Fundraising-Experten im Haus. Pfarreien und ehrenamtlich geführte Vereine sind dagegen für Tipps, Hilfestellungen und die technische Begleitung bei der Präsentation der zu fördernden Projekte dankbar.“

Insgesamt sinke die Zahl der Spenderinnen und Spender, sagt Brunsmann. Den Spender mit dem klassischen monatlichen oder vierteljährlichen Dauerauftrag gebe es noch, doch jüngere Menschen bevorzugten die Einzelspende und eine andere Form der finanziellen Zuwendung.

Fundraising im Pastoralen Raum

Wie Fundraising bei der stärkeren Vernetzung von mehreren Pfarreien in einem Pastoralen Raum optimiert werden kann, dazu bietet die DKM Hilfestellungen an. „Die ersten Anfragen aus den neuen Pastoralen Räumen sind da. Wir beraten, was beim Online-Fundraising zu beachten ist und erklären, warum der Dankesbrief an die Spenderinnen und Spender nicht fehlen darf“, sagt Brunsmann.