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Ungewöhnliche Ausstellung in Oer-Erkenschwick über den "weiten Raum" und Gott

Warum eine Gemeinde zur Fastenzeit Füße fotografiert

  • Selbstgemalte und fotografierte Füße stellen Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Josef in Oer-Erkenschwick aus.
  • Das Leitwort des diesjährigen Misereor-Hungertuchs „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31,9) regt zur künstlerischen Fantasie an.
  • Beliebtes Motiv sind die Füße im Meeresstrand als Sehnsucht nach Tagen der Erholung.
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Das diesjährige Misereor-Hungertuch „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ hat viele Gemeindemitglieder der Pfarrei Josef in Oer-Erkenschwick inspiriert, das Leitwort fotografisch oder künstlerisch umzusetzen. Die Pfarrei hatte zuvor Fastenpost auf Bestellung verteilt. Die Fastenpost enthielt Impulse zum Vers des Hungertuchs aus Psalm 31. Ein Vers, der Weite, die hohe Zahl von Möglichkeiten, die große Freiheit aufzeigt und die österliche Botschaft des Lebens in Fülle und der erfüllten Hoffnung anklingen lässt.

Aus der Beschäftigung mit dem Misereor-Fastentuch entstand die Idee, etwas zu machen, an dem sich die ganze Gemeinde beteiligen kann. „Das ist aktuell wegen der Corona-Pandemie gar nicht so leicht“, sagt Pastoralreferentin Ann-Kathrin Müller-Boßle. Daher sei es wichtig gewesen, eine Idee zu finden, die man zu Hause habe umsetzen können. „Also habe ich gesagt, dass es doch schön wäre, wenn jeder seine Füße an den Ort stellt, der für ihn dieser weite Raum Gottes ist. Und schon war das Projekt geboren“, sagt Müller-Boßle.

Räume zum Wohlfühlen

Alles, was die Mitmachenden in Oer-Erkenschwick benötigen, ist ein Fotoapparat oder das Handy, Papier, Stifte und etwas Fantasie. „Die Interessierten konnten ihre Füße fotografieren oder sie malen. Dann sollten die Mitmachenden überlegen, was für sie der ‚weite Raum‘ bedeutet“, erklärt die Pastoralreferentin.

Das konnte der Strand vom letzten Urlaub sein, der Fußballplatz, das Stadion, ein Berggipfel oder der eigene Garten. Wer für sich einen „weiten Raum“ gefunden hatte, also einen Raum, an dem er sich wohlfühlte oder an dem er schöne Erinnerungen hat, sollte darauf seinen Fuß stellen.

Füße tragen durchs Leben

Entstanden sind so kleine Kunstwerke. „Ich habe vor allem Bilder von Füßen am Meer bekommen. Ich denke, die Sehnsucht nach Urlaub und Tagen am Strand ist sehr groß“, sagt Müller-Boßle. Aber sie hat auch Aufnahmen erhalten von einer Familie, die gewandert ist, und „einfach einen tollen Flecken gefunden hat, der ihr den weiten Raum eröffnet hat“.

Eine Frau habe gesagt, dass ihre Füße sie tragen durch die Weite und Schönheit der Natur, durch Höhen und Tiefen des Lebens und auch durch schwierige und leichte Momente. „Da wird einem erst bewusst, was unsere Füße eigentlich so alles mit uns mitmachen“, sagt Müller-Boßle.

Kontrast zum gebrochenen Fuß

Ausgestellt sind die Bilder in der Kirche St. Josef. Eine große Collage aus den Füßen ist in Nähe des Misereor-Hungertuchs ausgestellt. „Das spiegelt dann auch den Kontrast wider zwischen dem gebrochenen Fuß auf dem Hungertuch und den glücklichen Füßen im weiten Raum“, sagt die Pastoralreferentin.

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