„Die Menschen werden um die vielen Toten in aller Welt trauern“

Weltkirchenrat: Hoffnung an Weihnachten trotz „Dämpfer“ Pandemie

  • Der Weltkirchenrat ruft die Christen zu Weihnachten trotz der Pandemie zu Mut und Hoffnung auf.
  • Das Kind in der Krippe sei „ein Sinnbild für fragile Hoffnung, den Anfang einer neuen Geschichte, an deren Höhepunkt und Ende das Geschenk des Lebens und der Erlösung durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi stehen“.
  • Die Menschen würden um die vielen Corona-Toten trauern, aber auch all jenen danken, die sich mit großem Engagement und Mut um die Kranken kümmern, hofft der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen.
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Der Weltkirchenrat ruft die Christen zu Weihnachten trotz der Pandemie zu Mut und Hoffnung auf. Die soziale Distanz und weitere Beschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus „werden in diesem Jahr ein Dämpfer sein für die Feiern zum Weihnachtsfest in unseren Kirchen und Familien“, heißt es in einer am Mittwoch in Genf veröffentlichten Botschaft des Interims-Generalsekretärs des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Ioan Sauca. Doch sei das Kind in der Krippe, in all seiner Verwundbarkeit, „ein Sinnbild für fragile Hoffnung, den Anfang einer neuen Geschichte, an deren Höhepunkt und Ende das Geschenk des Lebens und der Erlösung durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi stehen“, so der orthodoxe rumänische Priester.

„Die Menschen werden um die vielen Toten in aller Welt trauern“, aber auch all jenen danken, die sich mit großem Engagement und Mut um die Kranken kümmern. „Es hat immer viele Gründe gegeben, sich zu fürchten und verzagt zu sein, und die gibt es auch heute“. Aber selbst in den schwierigsten Zeiten hätten Christinnen und Christen bisher in der Weihnachtszeit immer Trost und Hoffnung finden können.

Sauca: Pandemie hat soziales Gefüge beschädigt

Die Pandemie habe das soziale Gefüge überall beschädigt und auch Gewalt und Kriege hätten nicht nachgelassen, so der Theologie-Professor. Doch selbst „in einer von Schmerz und Tod gegeißelten Welt ermöglicht uns das Weihnachtsfest, Trost zu finden, unsere Häupter in Hoffnung zu heben und in der Geburt Christi aus tiefem Glauben den Sieg des Lebens und der Liebe zu erkennen“, schreibt Sauca abschließend. „Das ist die frohe Botschaft der großen Freude, die allem Volk widerfahren wird.“ Die Geburt des kleinen Jesuskindes in einem armen Dorf am Rande des Römischen Reiches sei der „fragile(n) Anfang unserer eigenen Erlösung“.

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