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Missbrauchsskandal macht Klaus Pfeffer fassungslos

Bedrohliche Talfahrt der Kirche - Essener Generalvikar fordert Ehrlichkeit

  • Laut Essens Generalvikar Klaus Pfeffer sei die Talfahrt der Kirche kaum aufzuhalten.
  • Kirche müsse sich in Ehrlichkeit und Demut üben.
  • Pfeffer sei "fassungslos" angesichts des Missbrauchsskandals.
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Nach Ansicht des Essener Generalvikars Klaus Pfeffer muss sich die katholische Kirche grundsätzlich erneuern. "Im Moment sieht es so aus, als sei die Talfahrt der Kirche kaum aufzuhalten", schreibt er im Magazin "Bene" des Bistums Essen. "Die katholische Kirche, wie wir sie kennen, stürzt gerade von ihrem hohen Sockel, auf dem sie über viele Jahrhunderte auf die Welt herabgeblickt hat."

Dies könne jedoch auch als Chance begriffen werden, so der Generalvikar. "Wer vom Sockel stürzt, kann nicht mehr von oben herab auf die Welt blicken." Kirche müsse sich in Ehrlichkeit und Demut üben. Sie könne zu einem Ort werden, an dem sich "künftig Menschen auf Augenhöhe begegnen".

Kritik am Nein des Vatikans zur Segnung

Das "Hin und Her" in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche habe für viel Ärger gesorgt, sagte Klaus Pfeffer. Er selbst sei "fassungslos" angesichts des Missbrauchsskandals.

Auch übte der Verwaltungschef des Ruhrbistums erneut Kritik am Nein aus dem Vatikan zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare: "Klipp und klar wurde da eine Sexualmoral festgeklopft, die von den meisten Menschen nicht verstanden wird - und die vor allem Menschen mit homosexueller Orientierung verletzt und diskriminiert." Bereits im März hatte er das Schreiben auf seiner Facebook-Seite als "unfassbar" bezeichnet.

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