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Generalvikar Theo Paul schreibt an alle 208 Gemeinden

Bistum Osnabrück: Zehn Prozent weniger Geld für Pfarreien

  • Die Gemeinden im Bistum Osnabrück bekommen ab 2021 zehn Prozent weniger Geld vom Bistum.
  • Grund sind die durch die Corona-Krise verursachten Kirchentsteuerausfälle.
  • Auch Verbände und Kitas sind betroffen, schreibt Generalvikar Theo Paul in einem Brief an alle 208 Gemeinden.

Wegen der durch die Corona-Krise verursachten Kirchensteuerausfälle müssen die Gemeinden im Bistum Osnabrück im kommenden Jahr mit weniger Geld auskommen. 2021 werden die finanziellen Zuweisungen der Diözese an die Pfarreien „deutlich und gleichmäßig für alle Empfänger“ um zehn Prozent gekürzt, wie der scheidende Generalvikar Theo Paul in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben an alle 208 Gemeinden des Bistums ankündigte. Betroffen sind auch Kindertagesstätten, Vereine und Verbände.

Das Bistum mit seinen knapp 550.000 Katholiken hatte den diesjährigen Haushalt mit rund 189 Millionen Euro geplant, wovon gut 160 Millionen Euro aus Kirchensteuern kommen sollten. Die Diözese rechnet mit einem Einbruch dieser Einnahmen um mindestens zehn Prozent.

Paul: Akut eingebrochene Einnahmen

„Uns ist bewusst, dass dieser deutliche Rückgang in der Zuweisungshöhe für viele von Ihnen einen schweren Einschnitt und eine große Herausforderung darstellen wird“, schreibt Paul und betont: „Auch für das Bistum selbst stellt die akut eingebrochene Einnahmesituation eine große Herausforderung dar.“ Die nun anstehenden Maßnahmen würden in den kommenden Wochen in den verschiedenen Gremien besprochen.

Der Generalvikar bekräftigt zugleich eine frühere Ankündigung, wonach die für dieses Jahr zugesagten Zuweisungen an die Gemeinden nicht gekürzt werden. „Für das Bistum wird dies einen erheblichen Fehlbetrag für das Jahr 2020 bedeuten“, so Paul, der am 20. September in den Ruhestand tritt.

Investitionsstopp bereits seit April

Das Bistum hatte bereits Ende April alle von ihm finanzierten und mitfinanzierten Maßnahmen unter einen Vorbehalt gestellt. Demnach müssen Bauvorhaben aufgeschoben werden, und im Personalbereich gibt es keine Stellenausweitungen. Laufende und genehmigte Investitionsmaßnahmen werden dagegen fortgeführt.

Der Vorbehalt gilt bis Ende des Jahres, wie Paul in dem aktuellen Schreiben mitteilt. Ab dem 1. Januar 2021 würden wieder Investitionen ausgeführt - im Rahmen der dann neu geltenden Budgets.

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