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Theologieprofessorin aus Münster: Das kommt auch dem Synodalen Weg entgegen

Frauen-Beteiligung bei Bischofs-Auswahl: Sattler lobt Pläne des Papstes

  • Dorothea Sattler, Professorin für katholische Theologie an der Universität Münster, begrüßt die Ankündigung von Papst Franziskus, zwei Frauen in die vatikanische Kommission zur Auswahl von Bischöfen zu holen.
  • Das sei "ein guter Schritt" und komme dem Synodalen Weg entgegen.
  • Auch dort gehe es darum, die Beteiligung von Laien - also von Frauen und Männern - bei der Auswahl von Bischöfen zu stärken.
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Dorothea Sattler, Professorin für katholische Theologie an der Universität Münster, begrüßt die Ankündigung von Papst Franziskus, zwei Frauen in die vatikanische Kommission zur Auswahl von Bischöfen zu holen. Das sei "ein guter Schritt, der fortsetzt, was er auch an anderer Stelle tut, nämlich mehr Frauen in leitende Positionen im Vatikan zu berufen", sagt Sattler dem Kölner "Domradio".

Auch beim Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland, dem Synodalen Weg, gehe es darum, die Beteiligung von Laien - also von Frauen und Männern - bei der Auswahl von Bischöfen zu stärken. "Insofern kommt das sehr entgegen."

Was der Papst plant

Die Theologin weist darauf hin, eine Beteiligung von Frauen an Beratungsgeschehnissen sei von der Frage zu unterscheiden, ob Frauen zu Priesterinnen geweiht werden können. "Aber es gibt auch Zusammenhänge", sagt Sattler. "Wenn Frauen erst mal präsent sind, dann können sie auch wirken. Sie können allein durch ihre Präsenz die Frage wachhalten." Dann brauche es gute theologische Argumente, die es auch gebe.

Franziskus hatte im Interview der Nachrichtenagentur Reuters angekündigt, zum ersten Mal zwei Frauen in die Kommission zur Auswahl von Bischöfen in die Kongregation für die Bischöfe zu berufen. Ernannt werden Bischöfe aber weiter vom Papst selbst. 2021 hatte Franziskus erstmals eine Frau zur Vize-Chefin der Verwaltung des Vatikanstaats ernannt.

Was der Synodale Weg will

Beim Synodalen Weg beraten Bischöfe und Laienvertreter seit 2019 über die Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland. Es geht vor allem um die Themen Macht, Priestertum, Sexualmoral sowie um die Rolle der Frauen in der Kirche. Sattler ist Co-Vorsitzende eines Forums zum Thema "Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche".

Im Februar 2022 verabschiedete die Vollversammlung des Synodalen Wegs erstmals einen sogenannten Handlungstext. Demnach sollen in den 27 deutschen Diözesen Gremien von Laien entstehen, die an der Bestellung neuer Bischöfe mitwirken. Das Erzbistum Paderborn hat ähnliche Pläne öffentlich gemacht.

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