20.000 Teilnehmer an Klimastreik-Aktion

„Fridays for Future“ in Münster: Christliche Initiativen dabei

In Münster sind mehr als 20.000 Teilnehmer zur Demonstration „Fridays for Future“ zusammengekommen. Am Klimastreik beteiligten sich auch viele christliche Gruppen.

Christians for Future im Interview in Münster
VIDEO: Doris Goez von „Christians for Future“ im Gespräch mit Marie-Theres Himstedt, Redakteurin kirche-und-leben.de | Foto: Melanie Ploch

„Christians for Future“ zum Beispiel waren zum ersten Mal dabei. 40 Eltern und Großeltern aus dem Bistum Münster haben sich darin zusammengeschlossen, um sich in Gottesdiensten und auf Demonstrationen für die Bewahrung der Schöpfung stark zu machen.

Während der Kundgebung in Münster sprach auch Ulrich Jost-Blome von der Fachstelle Weltkirche des Bischöflichen Generalvikariats:  „Wir fordern gemeinsam alle Väter und Mütter an den Schalthebeln der politischen und ökonomischen Macht auf: Handelt so, dass Ihr Euren Kindern und Enkelkindern noch in die Augen sehen könnt.“

Er und seine Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich aus zwei Überzeugungen an der Großdemo für das Klima: „Es darf um Gottes Wille nicht sein, dass aufgrund kapitalistischer Lebens- und Wirtschaftsweise die grandiose Schöpfung zugrunde geht.“ Außerdem dürften nicht ausgerechnet „die armen Menschen in der globalen Peripherie unsere Zeche bezahlen müssen“. Der Klimawandel verstärke die globale Ungerechtigkeit, weil die in Armut lebenden Menschen in den Entwicklungsländern die Hauptleidtragenden seien. „Das darf so nicht weitergehen“, forderte Jost-Blome.

Umweltbischof Lohmann demonstriert in Kleve

In Kleve wandte sich Umweltbischof Rolf Lohmann, Weihbischof für die Region Niederrhein und Recklinghausen, an die vornehmlich jungen Klimaschützer: „Am Schutz des Klimas und damit der gesamten Schöpfung führt heute kein Weg mehr vorbei. Das ist euer Verdienst, liebe Schülerinnen und Schüler“, sagte er vor dem Demonstrationszug durch die Stadt.

Selbstkritisch räumte er ein: „Wir in der Kirche müssen bekennen, dass auch wir noch zu wenig tun. Wir müssen konsequenter werden in der Umsetzung unserer eigenen Forderungen.“