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Betroffene von Missbrauch sollen Ideen einbringen

Geschlossene Bischofsgruft in Münster: Genn bittet um Vorschläge

  • Wie geht es mit der geschlossenen Bischofsgruft im Dom in Münster weiter?
  • Für das weitere Vorgehen wünscht sich Bischof Felix Genn Vorschläge von Betroffenen.
  • Die Gruft wurde geschlossen, weil den dort beigesetzten Bischöfen Lettmann, Tenhumberg und Keller schwere Fehler im Umgang mit Missbrauch nachgewiesen wurden.
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Die Bischofsgruft im Dom in Münster ist unmittelbar nach der Veröffentlichung des Missbrauchs-Gutachtens für das Bistum Münster vom Domkapitel bis auf Weiteres geschlossen worden. Den dort beigesetzten früheren Bischöfen Reinhard Lettmann, Heinrich Tenhumberg und Michael Keller werden schwere Fehler im Umgang mit sexuellem Missbrauch nachgewiesen, berichtet die Bischöfliche Pressestelle.

Bischof Felix Genn hatte angekündigt, gemeinsam mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs nach Wegen zu suchen, wie im Umfeld der Bischofsgruft auf eine gute und angemessene Form auf die Verfehlungen der Bischöfe hingewiesen und an die Betroffenen erinnert werden kann. Auch am Domherrenfriedhof des Paulusdoms, wo mit den Weihbischöfen Josef Voß und Laurenz Böggering zwei Verantwortungsträger beigesetzt sind, die sexuellen Missbrauch ebenfalls vertuscht haben, sollen Hinweise erfolgen, heißt es weiter.

Entscheidungen im vierten Quartal

Bischof Genn hat inzwischen den Kontakt zu Betroffenen gesucht und diese gebeten, Vorschläge für diese Thematik einzureichen. Im vierten Quartal dieses Jahres sollen die Vorschläge unter Beteiligung von Betroffenen diskutiert und Entscheidungen getroffen werden. Das genaue Vorgehen soll dazu mit Betroffenen und dem Domkapitel abgestimmt werden.

„Mir ist wichtig, dieses Thema nicht aufzuschieben, sondern hoffentlich noch in diesem Jahr zusammen mit Betroffenen und dem Domkapitel zu Entscheidungen zu kommen“, erklärt Bischof Genn. Er lädt alle Betroffenen sexuellen Missbrauchs ein, sich mit ihren Ideen und Vorschlägen einzubringen.

Die Vorschläge können per Mail eingereicht werden: betroffenenbeteiligung(at)gmail.com oder an interventionsbeauftragter(at)bistum-muenster.de

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