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Kirchliches Bildungshaus wird aufwendig saniert und umgebaut

Haus Meeresstern auf Wangerooge soll 2023 wieder öffnen

  • Das derzeit geschlossene kirchliche Bildungshaus „Haus Meeresstern“ auf Wangerooge wird bis voraussichtlich 2023 aufwendig saniert und umgebaut.
  • Das nur wenige Schritte vom Strand entfernte Haus will dabei seine von Gästen geschätzte Atmosphäre behalten.
  • Das Investitionsvolumen liegt bei rund zehn Millionen Euro, inklusive rund 40 Prozent „Inselaufschlag“
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Haus Meeresstern auf Wangerooge wird voraussichtlich ab 2023 wieder Gäste aufnehmen können. Das sagt die zuständige Geschäftsführerin Monika Buske auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“ mit Blick auf die anstehenden Bauarbeiten an dem kirchlichen Bildungs- und Exerzitienhaus.

Derzeit liefen Vorbereitungen für weitreichende Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Den Anstoß dazu hätten auch höhere Sicherheitsauflagen gegeben, etwa für den Brandschutz. Die Investitionssumme für das Projekt liege voraussichtlich bei etwa zehn Millionen Euro.

Drei Gruppen parallel

Die Umbauten werden das Bildungshaus sichtbar verändern, jedoch ohne schwerwiegende Einschnitte in das Angebot und die Möglichkeiten, sagt Monika Buske. Die sogenannte Dreizügigkeit zum Beispiel werde auch nach dem Umbau erhalten bleiben.

Dieses Konzept geht von einer durchschnittlichen Gruppengröße von 25 Gästen aus. Haus Meeresstern will weiterhin Platz für mindestens drei solcher Gruppen bieten.

Zimmer künftig auf Standard heutiger Bildungshäuser

Insgesamt sollen nach dem Umbau 115 Betten in 75 Zimmern in der Größe zwischen zehn und 35 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Bisher waren es 81 Zimmer mit 125 Betten.

Einrichtung und Ausstattung würden auf den Standard heutiger Bildungshäuser angehoben, versichert die Geschäftsführerin. Als Hotel werde sich das Haus aber auch künftig nicht verstehen.

Vielfalt der Gäste erhalten

„Weiterhin soll eine Vielfalt von Firm-, Schweige-, Familien- oder Kindergruppen und auch Einzelgäste bei uns Platz finden. Das ist unser Erfolgsrezept, das möchten wir so weiterführen.“ Neu hinzukommen werde voraussichtlich ein von Haus organisiertes eigenes Programm-Angebot.

Verbesserte Wirtschaftlichkeit gehört zu den Zielen, mit denen die für das Haus verantwortliche „St.-Willehad-gGmbH“ das Haus Meeresstern in eine finanziell tragfähige Zukunft führen will. So werde es etwa, anders als bisher, nur noch einen zentralen Küchenbereich geben, von dem aus die Gäste versorgt werden.

Sie werden auch nicht mehr auf fünf verschiedene Gebäude verteilt untergebracht. Stattdessen befinden sich ab 2023 alle Gästezimmer im zentralen Haupthaus. Das wird dafür erweitert und umgebaut.

Dachgeschoss-Zimmer mit Meerblick

So soll Haus Meeresstern auf Wangerooge nach den aktuellen Plänen künftig aussehen. Um Platz für alle 75 Zimmer im Hauptgebäude zu schaffen, sollen auch bisher ungenutzte Bereiche in den Dachgeschossen ausgebaut und erweiterte werden. | Grafik: IBZ-Ingenieurbüro Zoeke
So soll Haus Meeresstern nach aktuellen Plänen künftig aussehen. Um Platz für alle 75 Zimmer im Hauptgebäude zu schaffen, sollen auch bisher ungenutzte Bereiche in den Dachgeschossen ausgebaut werden. | Grafik: IBZ-Ingenieurbüro Zoeke

Unter anderem sollen im Dachgeschoss neue Unterkünfte entstehen, einige davon sogar mit Meerblick. Zudem wird aus dem bisherigen Souterrain-Stockwerk des Hauptgebäudes durch Tieferlegung des Außenbereichs ein vollwertiges Erdgeschoss entstehen.

Dort finden die Küche, Speiseräume und Büros Platz. Eines der künftig nicht mehr benötigten Nebengebäude soll Personalwohnheim mit zehn Wohnungen werden. Dieses Angebot soll die Anwerbung von Personal für die Insel erleichtern. Das benötigt das Haus zum Beispiel für den Neustart.

Umbau länger und teurer als auf dem Festland

Denn wegen der aus Sicherheitsgründen 2020 erfolgten und voraussichlich bis 2023 notwenigen Schließung des Betriebs hatte sich die St.-Willehad-gGmbH zum Jahresende von allen 16 Kräften getrennt. Entweder wurden Saison-Arbeitsverträge nicht verlängert oder betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. „Alle sind aber eingeladen, sich für den Neustart wieder zu bewerben“, so Monika Buske.

Dass sich der Umbau länger hinzieht als auf dem Festland, hat mit den Auflagen des Nordsee-Heilbads Wangerooge zu tun. So sind vom 1. Juni bis 15. September wegen möglicher Lärmbelästigung nicht alle Arten von Bauarbeiten erlaubt.

Die Insellage wirkt sich auch auf die Baukosten aus. Die liegen unter anderem wegen des aufwendigeren Transports per tideabhängiger Fähren rund 40 Prozent über denen auf dem Festland.

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