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Auf der einzigen Insel des Bistums Münster Sorge wegen künftiger Orkane

Wangerooger Pfarrer Schlotmann: Solche Stürme noch nie erlebt

  • Pfarrer Egbert Schlotmann zieht Orkan-Bilanz auf Wangerooge.
  • "Die Sorgen vor den Auswirkungen des Klimawandels sind hier auf der Insel deutlich zu spüren", sagt er.
  • Man müsse ja sogar davon ausgehen, dass es in Zukunft noch schlimmer werden wird.

Die Einwohner der zum Bistum Münster gehörenden Nordseeinsel Wangerooge zeigen sich alarmiert durch die Orkantiefs "Ylenia" und "Zeynep". "Die Sorgen vor den Auswirkungen des Klimawandels sind hier auf der Insel deutlich zu spüren. Dass jetzt innerhalb weniger Tage zwei so heftige Stürme über uns hinweggefegt sind, ist ja schon ein alarmierendes Zeichen", sagte der katholische Inselpfarrer Egbert Schlotmann zu "katholisch.de".

"Tatsächlich muss man ja davon ausgehen, dass es in Zukunft noch schlimmer werden wird. Da stellt sich schon die Frage, wie man die Insel auf Dauer schützen kann", so der Geistliche. "Umso wichtiger ist es, dass wir nun endlich alles dafür tun, die Klimakatastrophe noch abzuwenden."

90 Prozent des Strandes weggerissen


Die Abbruchkante auf Wangerooge. | Foto: Egbert Schlotmann.

Er sei seit sieben Jahren auf Wangerooge. "Aber solche Stürme habe ich hier noch nie erlebt", berichtete der Pfarrer. "Das war schon sehr, sehr heftig, was in den vergangenen Tagen über uns hinweggefegt ist."

Für den so wichtigen Tourismus auf der Insel seien die weggespülten Stränge natürlich eine große Herausforderung. "Ich denke aber auch, dass man davon ausgehen kann, dass die entstandenen Schäden bis zum Beginn der Urlaubssaison repariert sein werden." Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr schätzt, dass 90 Prozent des Badestrandes verloren gegangen sind.