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Münsteraner Wissenschaftler über uraltes und modernes Brauchtum

Historiker Köster: Wallfahrten vereinen Sport und Spiritualität

Das Interesse an Wallfahrten ist nach den Worten des Münsteraner Kirchenhistorikers Norbert Köster ungebrochen. Für viele sei das eine Form der Religion, die viel vereint: Das Gemeinschaftliche, das Sportliche und die Offenheit für Spiritualität.

Das Interesse an Wallfahrten ist nach den Worten von Kirchenhistoriker Norbert Köster ungebrochen. „Gerade an großen Wallfahrtsorten gibt es nach wie vor viele Wallfahrten mit Menschen, die das Jahr über sonst vielleicht gar nicht in die Kirche gehen, dort aber mitgehen. Das Schöne ist ja: Jeder geht mit seinen eigenen Sorgen mit, und trotzdem gehen alle gemeinsam“, sagte Köster in einem Interview von katholisch.de. „Und selbst wenn man die Dinge gar nicht ausspricht, die man im Herzen mitträgt, helfen die anderen mit, die Last des Einzelnen zu tragen.“

Im Münsterland habe er beobachtet, dass Wallfahrten auch bei jungen Menschen bis heute sehr beliebt seien. „Für viele ist das eine Form der Religion, die viele, heute wichtige Dinge, miteinander vereint: Das Gemeinschaftliche, das Sportliche und die Offenheit dafür, dass mehr Dinge zwischen Himmel und Erde passieren, als sich Menschen oft vorstellen können.“

Wallfahrten seien insofern eine moderne Form der Spiritualität, obwohl sie uralt seien. Wegen der Corona-Pandemie waren in Deutschland zuletzt viele große Wallfahrten in den kommenden Monaten abgesagt worden.

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