Votum der ZdK-Vollversammlung nahezu einstimmig

Katholische Laien stimmen für Satzung des Synodalen Ausschusses

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Nahezu einstimmig hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken für die Satzung des Synodalen Ausschusses gestimmt. Erzbischof Heiner Koch beschrieb die Lage bei den Bischöfen, die auch noch zustimmen müssen.

Von Seiten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) kann der Reformdialog der katholischen Kirche in Deutschland wie geplant weitergehen. Der Laiendachverband stimmte auf seiner Vollversammlung beinahe einstimmig für die Satzung des Synodalen Ausschusses. Das Gremium aus Laien und Bischöfen soll den weiteren Weg für mögliche Reformen in einem künftigen Synodalen Rat vorbereiten, unter anderem hin zu mehr Mitbestimmung und Gleichberechtigung.

Drei der rund 160 Anwesenden stimmten dagegen. Zuvor hatte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp vom auch psychisch anstrengenden Ringen um die Satzung mit den Bischöfen berichtet. Claudia Lücking-Michel sagte: "Die Satzung ist das Beste, was wir aushandeln konnten. Ein bisschen ist es wie der Spatz in der Hand - aber den sollten wir nicht loslassen."

Erzbischof Koch über Orts- und Weihbischöfe

Bei seiner ersten Sitzung hatte der Synodale Ausschuss am 10. und 11. November einstimmig Satzung und Geschäftsordnung seiner Arbeit verabschiedet. In Kraft treten kann die Satzung, wenn auch die Deutsche Bischofskonferenz sie ratifiziert. Die Bischöfe stimmen auf ihrer Vollversammlung im Februar ab.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch, Geistlicher Assistent des ZdK, erklärte: "Wir Ortsbischöfe stehen zu der Satzung des Synodalen Ausschusses. Das ist kein psychologischer Vorgang, das ist ein bewusstes Ja!" Er räumte ein, unter den Weihbischöfen gebe es auch andere Meinungen. Deshalb sei das ZdK-Votum zur Satzung für die Abstimmung der Bischöfe "ein ganz, ganz wichtiges Zeichen".

Der Vatikan hatte sich mehrfach gegen die Gründung eines Synodalen Rates ausgesprochen. Rom sieht die Gefahr, die Autorität der Bischöfe könnte unzulässig eingeschränkt werden. Briefe von Papst Franziskus und Kardinal Pietro Parolin wandten sich kürzlich gegen die Pläne in Deutschland.