Kommentar von Annette Saal zu verschobenen Erstkommunion-Feiern

Kreativität hilft enttäuschten Kommunionkindern

Lange haben sich Familien auf die Feier der Erstkommunion gefreut. Doch Corona machte den Erstkommunion-Familien einen dicken Strich durch die Rechnung. Von Katechetinnen und Katecheten ist nun Kreativität gefragt, meint Annette Saal in ihrem Kommentar.

Lange haben sich viele Familien auf die Feier der Erstkommunion gefreut. Katecheten haben die Kinder mit großem persönlichen Engagement vorbereitet. Die Jungen und Mädchen haben ihrem festlichen Tag geradezu entgegengefiebert. Denn die Erstkommunion ist ein so besonderer Tag, dass die meisten ihn wohl nie im Leben vergessen werden. Die Goldkommunionfeiern, die es mancherorts noch gibt, sprechen für sich.

Im Vordergrund steht eindeutig das Sakrament. Doch die vielen schönen Dinge drumherum unterstreichen die Bedeutung des Tages: Die Familie feiert mit Oma und Opa, ein leckeres Essen steht auf dem Tisch, die Kinder freuen sich auf gemeinsame Spiele und – natürlich – auch auf Geschenke. Sie genießen es, einmal richtig im Mittelpunkt zu stehen.

Von Video-Botschaft bis Wundertüte

Schön wäre es gewesen! Denn Corona macht den Erstkommunion-Familien einen dicken Strich durch die Rechnung. Die festlichen heiligen Messen mit wohlgefüllten Bänken sind passé. Dass die Hygiene- und Abstandsregeln nötig sind, damit sich möglichst niemand mit dem Virus infiziert, mag den Jungen und Mädchen einleuchten. Ihre Enttäuschung wird es kaum mildern.

Zum Glück beweisen die Pfarreien viel Kreativität, um den Kindern eine Perspektive zu bieten. Die Palette reicht von der Video-Botschaft bis zur Wundertüte, gefüllt mit Briefen, Fotos der Gruppe und Material für einen Gottesdienst daheim.

So merken Kinder, dass der Glaube ein Energiespender ist

Viele Pfarreien haben entschieden, die Erstkommunionfeiern im Herbst nachzuholen. Bis dahin sind es noch etliche Wochen, in denen die Inhalte der Katechese und das Gemeinschaftsgefühl wach bleiben sollen.

Die einfallsreichen Gesten zur Überbrückung haben den Kindern gezeigt, dass sie der Gemeinde am Herzen liegen. Die Katechetinnen und Katecheten greifen den gesponnenen Faden zurzeit wieder auf – mit genauso großem Engagement wie zuvor. Auch daran werden die Kinder merken, dass der Glaube ein echter Energiespender ist.