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Jens Joest über den Konflikt in Osteuropa

Solidarität mit der Ukraine – jetzt!

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Nach der von Russlands Präsident Wladimir Putin betriebenen Eskalation im Ukraine-Konflikt braucht es umso mehr die Solidarität westlicher Demokratien - und der Christen, sagt unser Redakteur Jens Joest.

Erstmals seit den Balkankriegen der 1990er Jahre droht Krieg zwischen zwei Staaten Europas. Und so komplex der eskalierende Konflikt Russlands mit der Ukraine politisch sein mag: Für Christen kann es nur eine Position geben – an der Seite der Ukraine.

Bis zur Entsendung russischer Truppen in ostukrainische Regionen, die nur Moskau als unabhängig ansieht, hatte Russlands noch auf einen Rest Verständnis hoffen können. Das ist vorbei.

Inzwischen ist sogar unerheblich, welche mündlichen Versprechen die Nato beim Thema Osterweiterung Moskau gegeben haben mag. Fakt ist: Russland verletzt die Integrität der Ukraine. Die Eskalation geht sichtbar ausschließlich von Moskau aus.

An der Seite der Unterdrückten

Ein Grund für den Konflikt ist gerade die Westorientierung der Ukraine. Sie hat die Demokratie eingeführt, bei den „Euromaidan“-Demonstrationen 2014 haben Menschen sogar ihr Leben dafür gegeben. Umso wichtiger, dass Europa Kiew unterstützt.

Weil das Christentum seinen Anhängern den Platz an der Seite der Unterdrückten zuweist, müssen auch Christen jetzt Partei ergreifen. Gebete um Frieden sind das eine, aber nicht alles.

Zum anderen ist es nötig, als Christen und in den ganzen Gesellschaften Europas Position zu beziehen. Wieso gibt es noch immer keine ernst zu nehmenden großen Demonstrationen gegen die russische Aggression?

Putins Eskalation gefährdet internationale Stabilität

Europas Bürger müssen Zeichen setzen Richtung Putin: Wer die Demokratie anstrebt wie die Ukraine, mit dem ist der Westen einmütig solidarisch. Wer glaubt, aus militärischer – oder wirtschaftlicher, Stichwort Gaslieferungen – Stärke Grenzen verschieben zu können, den isoliert und bestraft die Staatengemeinschaft.

Putins Eskalation gefährdet die internationale Stabilität insgesamt. Autokraten – ob sie in Moskau sitzen, in Peking oder sonstwo – müssen wissen: Die zivilisierte Welt verteidigt das Recht aller Staaten, selbst über ihr Schicksal und ihren Weg zu entscheiden.

Dieses Signal ist wichtig, damit der Fall Ostukraine nicht Schule macht: Druck eines mächtigen Autokraten erleben zum Beispiel auch Hongkongs Demokraten – und ein Land wie Taiwan.

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