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Wieder mehr als 4.000 Neuinfizierte in Deutschland – Minister und RKI besorgt

Spahn: Gottesdienste können mit Corona-Regeln möglich bleiben

  • Erstmals seit Monaten gibt es bundesweit wieder mehr als 4.000 neue Corona-Fälle in 24 Stunden.
  • Minister Spahn sagt dennoch: Gottesdiemste können möglich bleiben.
  • Entscheidend dafür sei, Regeln wie Abstände, Hygiene und das Tragen von Alltagsmasken zu befolgen.

Gottesdienste können bei Einhaltung der Corona-Regeln nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch in den kommenden Monaten möglich bleiben. „Es gibt am Ende Konzepte, mit denen das geht“, sagte er. Dazu zählten Abstandhalten, das Tragen von Mund-Nase-Masken bis zum Platz und das Desinfizieren gemeinsam benutzter Mikrofone.

Wer solche Empfehlungen befolge, könne auch zusammen Gottesdienste oder andere religiöse Anlässe feiern, so Spahn. Nicht der Gottesdienst an sich sei das Thema, sondern die Frage, mit wie vielen Menschen man sich auf engem Raum aufhalte – eventuell noch singend.

„Müssen große Hochzeiten jetzt sein?“

Jeder – Einladende wie Gäste – müsse sich zudem fragen, ob zum Beispiel eine Hochzeit mit hunderten Gästen mitten in dieser „Jahrhundert-Pandemie“ sein müsse. Entsprechendes gelte auch für andere Formen religiösen Zusammenkommens. Schwierig werde es, wenn Empfehlungen wie die „AHA-Regeln“ zu Abstand, Hygiene und Alltagsmaske nicht eingehalten würden, betonte der Minister.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte, es gehe in den Herbst- und Wintermonaten zusätzlich darum, die drei Gs zu vermeiden: geschlossene Räume, das Gedränge von Gruppen und Gespräche in lebhafter Atmosphäre und engem Kontakt. Masken seien auch im Freien sinnvoll, wenn Abstände nicht eingehalten werden könnten.

Corona-Zahlen steigen seit September wieder

Seit September stiegen die Corona-Zahlen wieder, seit Anfang Oktober hätten sie sich verdoppelt, sagte Wieler. Die gute Entwicklung der Sommermonate habe auch daran gelegen, dass sich die Menschen an die Regeln gehalten hätten. Innerhalb der letzten 24 Stunden hatten die Gesundheitsämter dem RKI 4.058 Neuinfektionen gemeldet – die bisher höchste Zahl seit den ersten Wochen der Pandemie.

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