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Krippen sollen nun vor und nach Weihnachten 2021 zu sehen sein

Telgter Krippenausstellung auf November verschoben – Preise vergeben

  • Die Krippenausstellung in Telgte wird wegen der coronabedingten Schließung des Museums um ein Jahr verschoben.
  • Eröffnung der Ausstellung soll nun am 6. November sein.
  • Über die zehn Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preise hat die Jury allerdings bereits entschieden.
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Die Krippenausstellung in Telgte wird wegen der coronabedingten Schließung des Museums Relígio um ein Jahr verschoben. Über die zehn Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preise hat die Jury allerdings bereits entschieden.

Da die Ausstellung seit November nie uneingeschränkt zugänglich war, könne sie „mehr oder weniger unverändert“ in die Advents- und Weihnachtszeit 2021/22 verschoben werden, sagt Museumsleiterin Anja Schöne. So sei die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler „nicht umsonst“. Die verschobene Ausstellung soll am 6. November eröffnet werden.

Junge Preisträger

Ehe die Verschiebung feststand, entschied sich eine Jury noch für zehn Krippenpreis-Träger. Die jüngsten sind die drei- bis fünfjährigen Kinder des Familienzentrums St. Agatha Dorsten. Unter Leitung von Claudia Jägering schufen sie eine Krippe mit Naturstall. Die Figuren bestehen aus Wäscheklammern mit Holzkugeln als Köpfen. Alle sind mit Filz bekleidet, die Schafe aus Schafwolle geformt.

Die Schülerin Luna Josephine Zimmer (11) aus Rösrath sägte eine Sternschnuppe aus Holz. Der Stern besteht aus einer aufklappbaren Kiste mit einem erleuchteten Bild der Geburt Jesu.

Papier, Pappe, Fasanenfeder und Holz

In einer Pappkiste schuf Dagmar Felsch aus Essen ihre Krippe. Die Figuren sind aus weißem Papier geschnitten, geformt und geklebt. Den Hintergrund in der Kiste bildet ein Kreuzworträtsel.

Wolfgang Kuhrmann aus Telgte malte die Heilige Familie mit Ölfarben auf eine Fasanenfeder, die er weiß rahmte.

Karl Wehling aus Oberhausen schnitzte aus Kastanienholz zwei Jungen, die einen Steinbruch hochklettern. Er schreibt dazu: „Das ist unsere Lebensaufgabe – Arbeit wie in einem Steinbruch, bis wir den Steinbruch überwunden und hinter uns gelassen haben. Dann werden wir sehen, was wir gesucht und geglaubt haben: Gott ist Liebe.“

Ein leerer Stall und eine Schrott-Skulptur

Annette Hiemenz aus Hilden modelliert die Krippenfiguren aus Pappmaschee. Drei Hirten schauen in den Stall. Er ist menschenleer, aber gefüllt mit Symbolen zum Leben Jesu: Windeln hängen auf der Leine, der Tisch mit Brot und Trauben steht in der Mitte des Stalls, der Stieglitz auf den verwobenen Kreuzen verweist auf die Passion.

Die Skulptur „Schattendasein“ von Jens Henning aus Münster besteht aus Elektroschrott. Erst der Schatten der Teile lässt auf der Wand das Kind in der Krippe erkennen.

Interaktiv und aus Bronze

Gabriele Bücker aus Haltern gestaltete ein interaktives Kunstwerk, in dem Besucher Bilder aus emaillierten Kupferwürfeln entwickeln können.

Konrad Saal aus Oberammergau schuf ein kleine Bronzekrippe. Die Heilige Familie ist reduziert, aber lebendig modelliert, der Stall mit Stern nur angedeutet.

Publikumspreis wird noch ermittelt

Ebenfalls aus Bronze gegossen ist die Kuppelkrippe von Sabine Ackstaller und Moritz Schweikl aus Kirchdorf. Sie haben sie beim Wettbewerb für eine neue Krippe in St. Augustinus Gelsenkirchen eingereicht. Alle Krippenfiguren und Tiere beugen sich über die Krippe, die selbst nicht zu sehen ist. Die Skulptur zeigt alle Figuren von hinten, sodass sie eine Kuppel bilden.

Wenn die Krippenausstellung im November öffnet, wird nach Museumsangaben nur noch ein Publikumspreis ermittelt.

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