120 Seiten über Grabstätten von Prominenten und wertvolle Grabmale

Zentralfriedhof Münster: Buch stellt Rundgänge vor

Den Zentralfriedhof in Münster entdecken – dabei will ein neues Buch helfen, in dem unter anderem Rundgänge zu den Gräbern von Prominenten ausgearbeitet sind. Autoren sind Martina Fleßner, Franz Waldmann und Ralf Hammecke.

Vier Rundgänge sind in dem 120-Seiten-Band im Reiseführer-Format ausgearbeitet. Der erste führt unter anderem zu den Gräbern der seligen Schwester Maria Euthymia, des münsterschen Zoo-Gründers Hermann Landois, des FDP-Politikers Jürgen W. Möllemann, des Bierbrauers Pinkus Müller und des Philosophen Josef Pieper.

Martina Fleßner / Franz Waldmann / Ralf Hammecke: „Der Zentralfriedhof in Münster neu entdeckt. Rundgänge zu Persönlichkeiten und historischen Grabstätten“, Band 1, 14,80 Euro, ISBN 978-3-948121-00-6
Sie können das Buch telefonisch unter 0251/4839210 oder im Internet bestellen.

Rundgang B führt unter anderem beim US-Komponisten Moondog vorbei, der seine letzten Lebensjahre in Münster verbrachte, beim Künstler Blinky Palermo, einem Schüler von Joseph Beuys, und bei Heinrich Brüning, deutscher Reichskanzler 1930 bis 1932. Die anderen beiden Rundgänge machen auf kunsthistorisch und denkmalpflegerisch bedeutsame Grabmale aufmerksam.

Die Autoren und ihr Anliegen

Die Volkskundlerin, Kunsthistorikerin und Soziologin Martina Fleßner führt Besucher seit Jahren über den Zentralfriedhof. Ralf Hammecke war bis März 2018 Geschäftsführer der Zentralfriedhofs-Kommission; er entwickelte das Konzept für das jüngst eröffnete Begegnungs- und Verwaltungszentrum. Franz Waldmann setzt sich für den Erhalt von Denkmälern wie Schloss Senden und von historischen Bibliotheken ein; zudem ist er Verleger unter anderem des neuen Buchs.

Anliegen der Schrift ist es nach Angaben der Autoren auch, den 131 Jahre alten Zentralfriedhof, den Hauptfriedhof in der Stadt Münster, als Ort der Begegnung, der Kultur und der Geschichte erfahrbar zu machen. „Als Ort der Lebenden ist der Friedhof ein Ort des tröstenden Austausches mit den Verstorbenen, mit sich selbst und miteinander“, schreiben die Verfasser.