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Pfarrei bittet Bistum um Aufklärung

Zwei neue Missbrauchsvorwürfe gegen Geistliche in Gronau-Epe

  • In der Pfarrei St. Agatha in Gronau-Epe sind zwei neue Missbrauchsvorwürfe bekannt geworden.
  • Die Gremien der Pfarrei bitten den Münsteraner Bischof Felix Genn um Aufklärung.
  • Ein offener Gesprächsabend findet am Dienstag, 18. Oktober, statt.
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Zwei neue Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs sind in der Pfarrei St. Agatha in Gronau-Epe bekannt geworden. Wie die Bischöfliche Pressestelle berichtet, richtet sich je ein Vorwurf gegen den 2007 verstorbenen Pfarrer T. und den 1961verstorbenen Kaplan H.

Bei Kaplan H., erklärt der Interventionsbeauftragte Peter Frings auf Nachfrage von Kirche-und-Leben.de, handle es sich um einen neuen Beschuldigten. Der beschuldigte Pfarrer T. sei bereits in einem anderen Zusammenhang des grenzverletzenden Verhaltens beschuldigt worden, und zwar während seiner Zeit in Rheine-Gellendorf, so Frings weiter.

Betroffene melden sich in Epe

Die Betroffenen haben sich beim heutigen Pfarrer Thorsten Brüggemann gemeldet, der die Gemeinde nach allen Gottesdiensten am vergangenen Wochenende über die Vorwürfe informierte. Die Gremien der Pfarrei hatten sich in der letzten Woche mit den Vorwürfen beschäftigt und einen Brief an den Münsteraner Bischof Felix Genn geschrieben. Darin bitten die Gremien den Bischof um eine transparente Aufklärung der Vorwürfe, heißt es weiter.

Außerdem findet am Dienstag, 18. Oktober, ab 19.30 Uhr ein offener Gesprächsabend zum Thema „Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche“ in der St.-Agatha-Kirche in Gronau-Epe statt. Als Gesprächspartner steht Peter Frings, Interventionsbeauftragter des Bistums Münster, bereit.

Von sexuellem Missbrauch betroffene Menschen, die mit ihrem Anliegen, ihren Sorgen und Nöten Hilfe vom Bistum Münster möchten, können sich an eine der Ansprechpersonen wenden: Hildegard Frieling-Heipel (Telefon 0173-1643969), Margret Nemann (Telefon 0152-57638541) sowie Bardo Schaffner (Telefon 0151-43816695). Die Ansprechpersonen sind unabhängig vom Bistum tätig und zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet. Sie geben Informationen nur mit dem Einverständnis der Betroffenen weiter.

Zu den Beschuldigten:
Die Einsatzorte von Kaplan H.: 1945 ­– Kaplan in Beelen, März 1951 – Kaplan in Ahlen, St. Marien, Dezember 1954 ­– Kaplan in Duisburg-Hamborn, Liebfrauen, April 1958 – Kaplan in Epe, St. Agatha, gestorben April 1961.
Die Einsatzorte von Pfarrer T.: Der Beschuldigte war 1950 zur Aushilfe in St. Maria Magdalena Goch tätig, ab 1951 als Kaplan in Gescher. 1958 wurde er Kaplan in Herz Jesu Rheine, 1962 Pastor und 1963 Pfarrer in St. Konrad Rheine-Gellendorf. 1983 wechselte er nach Gronau-Epe, eher er 1984 emeritiert wurde und 2007 starb.

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