Neuer Masterstudiengang Perimortale Wissenschaften gestartet

41 Erstsemester studieren Sterben in Regensburg

  • An der Uni Regensburg hat der interdisziplinäre Masterstudiengang Perimortale Wissenschaften begonnen.
  • Am Lehrangebot sind Theologen, Mediziner, Kultur- und Pflegewissenschaftler beteiligt.
  • Sterben sei „das Zukunftsthema einer alternden Gesellschaft“, sagen die Initiatoren.
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Der neue interdisziplinäre Masterstudiengang Perimortale Wissenschaften an der Universität Regensburg hat mit 41 Erstsemestern begonnen. Der katholische Moraltheologe Rupert Scheule, einer der Initiatoren, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Die Truppe ist unglaublich motiviert.“

Die Studierenden kämen aus ganz Deutschland und allen akademischen Richtungen. Vertreten seien Juristinnen, Mediziner, Sozialarbeiter, Pflegewissenschaftler, Ingenieure, Psychologinnen und Theologinnen. Die jüngste Studentin sei 24, die älteste 70 Jahre alt.

Praktiker helfen mit

Der neue Studiengang soll den Themenbereich Sterben, Tod und Trauer nach Worten des Diakons „akademisch neu aufschließen“. Sterben sei „das Zukunftsthema einer alternden Gesellschaft“.

An dem Lehrangebot seien Theologen, Mediziner und Kulturwissenschaftler der Universität Regensburg sowie Pflegewissenschaftler der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg beteiligt. Außerdem würden Praktiker aus Krankenhausseelsorge, Hospiz- und Palliativdiensten, Bestatterhandwerk und Trauerbegleitung hinzugezogen.

Mehr als wissenschaftliche Kenntnisse

Am Ende ihres Studiums sollen die Absolventen nicht nur über Kenntnisse zur Rechtslage verfügen, sondern auch die Einstellung zu ihrem eigenen Tod geklärt haben. An Scheules Lehrstuhl angesiedelt ist ein Forschungsprojekt zu „perimortaler Kompetenz“. Dazu zählt eine wissenschaftliche Vertiefung ethischer Fallberatung bei Entscheidungen am Lebensende.

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