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Nachfolgerin von Peter Neher setzt sich gegen zwei weitere Kandidaten durch

Caritas hat erstmals Präsidentin: Eva Maria Welskop-Deffaa gewählt

  • Erstmals steht mit Eva Maria Welskop-Deffaa eine Frau an der Spitze des Deutschen Caritasverbands.
  • Die Caritas-Delegiertenversammlung wählte die 62-jährige Volkswirtin zur neuen Caritaspräsidentin.
  • Sie folgt auf Peter Neher.
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Erstmals steht mit Eva Maria Welskop-Deffaa eine Frau an der Spitze von Deutschlands größtem Sozialverband: Die Caritas-Delegiertenversammlung wählte die 62-jährige Volkswirtin zur neuen Caritaspräsidentin und damit zur Nachfolgerin von Peter Neher (66); er hatte den Deutschen Caritasverband 18 Jahre lang geleitet.

Die Position ist eine Schlüsselstelle bei der Mitgestaltung der Sozialpolitik in der Bundesrepublik. Die Amtsübergabe ist für Mitte November geplant. Bei der Wahl der rund 180 Delegierten setzte sich Welskop-Deffaa im zweiten Wahlgang gegen ihre Mitbewerber Markus Leineweber und Christian Hermes, den einzigen Priester unter den Kandidierenden, durch.

Wer ist die neue Präsidentin?

Welskop-Deffaa saß seit 2017 im Vorstand des Verbandes. Zuvor arbeitete die Duisburgerin im Vorstand der Gewerkschaft Verdi und leitete von 2006 bis 2012 die Gleichstellungsabteilung im Bundesfamilienministerium. Auch für das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und den Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) war Welskop-Deffaa tätig.

Als Caritaspräsidentin wolle sie dafür eintreten, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, sagte sie im Vorfeld. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass es einen starken Sozialstaat brauche. Verbandsintern gilt Welskop-Deffaa als Verfechterin einer Stärkung der Caritas-Standorte Brüssel und Berlin.

Die Caritas in Zahlen

Mit rund 690.000 hauptamtlichen Mitarbeitern - 80 Prozent sind Frauen - ist die Caritas der größte private Arbeitgeber in Deutschland. Der Verband engagiert sich auf allen Gebieten der Gesundheits-, Jugend- und Sozialhilfe. Rund 8.000 rechtlich eigenständige Träger unterhalten bundesweit mehr als 24.000 Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Altenpflegeheime, ambulante Pflegedienste oder Beratungsstellen. Die Caritas finanziert sich durch die öffentliche Hand, Beiträge und Spenden sowie durch kirchliche Zuschüsse.

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