50-Jahr-Feier der KjG ist auf den 8. Mai 2021 verschoben

Corona-Krise: Katholische junge Gemeinde sagt Jubiläum in Münster ab

50 Jahre alt wird die Katholische junge Gemeinde (KjG) in diesem Jahr. Eigentlich wollte der 5.000 Mitgliedern starke Jugendverband mit seinen 35 bistumsweiten Pfarrgruppen den runden Geburtstag am 16. Mai auf dem Überwasserkirchplatz in Münster groß feiern. Doch nun hat der Jubiläumsausschuss beschlossen, das Fest auf den 8. Mai 2021 zu verschieben.

„Zurzeit sind wir dabei, alle Akteure zu fragen, ob sie auch im nächsten Jahr mit dabei sein können“, erklärt Inga Piontek. „Wir sind schon traurig, denn wir haben in die Vorbereitung viel Arbeit gesteckt“, erklärt die Bildungsreferentin: Spiele-Attraktionen, ein Bühnenprogramm, ein Open-Air-Gottesdienst und Zelte zu Themen wie Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Spiritualität waren geplant. Die Gruppe „InTakt“ aus Kirchhellen hat zum Jubiläum eigens einen Song geschrieben.

„Wir wollen Vorbild sein“

Es sollte ein Familienfest mit den Pfarrgruppen und vielen Kindern werden, zu dem auch die Ehemaligen eingeladen waren. „Wir haben mit 500 Festteilnehmern gerechnet“, sagt Piontek. Die Entscheidung gegen das Feiern sei nicht leichtgefallen. Der Song „Und das ist noch nicht die Krönung“ kann vorerst nur auf der Homepage (www.kjg-muenster.de) gehört werden.

 „Wir wollten nicht abwarten, wie die Regierung über eine Fortsetzung der Kontaktsperre entscheidet“, erklärt die Bildungsreferentin. „Und selbst wenn die Sperre im Mai aufgehoben sein sollte und eine Großveranstaltung mit vielen Menschen möglich wäre, haben wir uns dagegen entschieden“, sagt sie. „Wir wollen Vorbild sein. Niemand soll ein Risiko eingehen.“

Niemand vom Mitfeiern ausschließen

Zudem habe die KjG auch Risiko-Gruppen zum Jubiläum eingeladen, die wolle sie auf keinen Fall ausschließen. Piontek rechnet ohnehin damit, dass 2021 die Feststimmung erheblich fröhlicher und unbeschwerter sein wird als zurzeit.

Im Juni 1970 hat sich der Bundesverband der KjG in Altenberg gegründet. Parallel entstanden die Diözesanverbände. Ein erstes gemeinsames Delegiertentreffen der Vorläuferorganisationen „Katholische Jungmännergemeinschaft“ (KJG) und „Katholische Frauenjugendgemeinschaft“ (KFG) hatte zwei Jahre zuvor in Münster stattgefunden.