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Treffen waren wegen Corona ausgefallen

Eltern wollen Kursgebühr nicht zurück – Spende für kranke Kinder

  • Wegen Corona können sich die katholischen Eltern-Kind-Gruppen im Oldenburger Land nicht mehr treffen.
  • Im Oldenburger Land kommen normalerweise 120 Gruppen bei der Katholischen Erwachsenenbildung zusammen.
  • Ihre Teilnehmergebühren haben die Mütter von vier Gruppen in Cloppenburg jetzt gespendet - statt sie sich erstatten zu lassen.

Eigentlich hätten sich die Eltern-Kind-Gruppen beim katholischen Bildungswerk Cloppenburg noch treffen sollen. Die Kontaktbeschränkungen wegen des Corona-Virus machten das unmöglich. Die Kurseinheiten unter Leitung von Christine Fonka wurden ersatzlos gestrichen.

Doch die jungen Mütter hatten ja Teilnahmegebühren bezahlt. Die restliche Gebühr hätten sie sich in einem bürokratischen Verfahren vom Bildungswerk erstatten lassen können. Doch sie entschieden einhellig: Verzicht für einen guten Zweck. Sie spendeten 120 Euro für den Verein „Kleinen Stern“, einer Cloppenburger Initiative für herz- und krebskranke Kinder.

Gruppen für gemeinsames Lernen von Eltern und Kindern

Unter dem Dach des katholischen Bildungswerks Cloppenburg kommen vier Eltern-Kind-Gruppen zusammen. Sie gehören zu den 120 Gruppen, die sich regelmäßig bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Oldenburger Land treffen.

Diese Gruppen haben einen besonderen Anspruch, wie Christine Fonka vom Bildungswerk Cloppenburg erklärt. „In unseren Eltern-Kind-Gruppen steht nicht reine Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern gemeinsames, lebendiges Lernen von Eltern und Kindern bis zum Kindergartenalter.“

Gruppe sorgt für positive Berührungspunkte mit der Kirche

Die Eltern sollen in den Gruppen viele Anregungen und Anleitungen erhalten, um die Entwicklung ihrer Kinder fördern zu können. Sie können so zusammen mit den Kindern voneinander und miteinander lernen. Es gehe auch darum, sich gegenseitig durch Informationen und Erfahrungsaustausch zu stärken. So könnten die Eltern lernen, ihre Kinder anders wahrzunehmen und ihre Probleme im alltäglichen Umgang besser zu erkennen und deren Verhalten entsprechend besser zu verstehen.

Die Kinder wiederum erhalten nach Fonkas Worten die Gelegenheit, erste Kontakte außer Haus zu knüpfen und soziales Verhalten zu lernen. Auch beim gemeinsamen Singen, Basteln und Spielen. Für Fonka spielt auch anderes eine Rolle. „Bei vielen Eltern geht die Bindung zur Kirche verloren“, stellt sie fest, „aber diese Generation fragt häufig noch nach religiösen Riten“. So könne gerade die katholische Erwachsenenbildung in den Gruppen noch positive Berührungspunkte mit der Kirche bieten.

Zum Beispiel komme am 6. Dezember der Nikolaus in die Gruppen – und nicht der Weihnachtsmann. Dann spenden die Eltern auch einen größeren Betrag an den „kleinen Stern“. „Dadurch machen wir die Botschaft des Heiligen Nikolaus deutlich“ erklärt Fonka.

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