Umfrage der Universität Georgetown

Frauen als Diakoninnen: Ein Drittel der US-Bischöfe dafür

Ein Drittel der US-Bischöfe befürwortet die Weihe von Frauen zu Diakoninnen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des „Center for Applied Research in the Apostolate“ der Universität Georgetown in Washington. Allerdings sind nur 27 Prozent der Bischöfe der Ansicht, dass der Vatikan eine solche Weihe für Frauen erlauben wird.

Bis Ende 2018 hatte sich eine päpstliche Kommission mit der Frage befasst, ob die frühe Kirche Frauen zu Diakoninnen ordinierte. Die noch nicht veröffentlichten Ergebnisse wurden an Papst Franziskus übermittelt.

Welche Schritte wären nötig?

„Wenn die Entwicklung für Diakoninnen einen ähnlichen Weg geht wie die Wiedereinführung des ständigen Diakons nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, müsste der Papst zunächst anerkennen, dass es Diakoninnen in der frühen Kirche gab“, betonte der Journalist und Kirchenexperte Michael J. O'Loughlin im Jesuiten-Magazin „America“. Anschließend müssten nationale Bischofskonferenzen entscheiden, ob sie die Wiedereinführung der Praxis in ihren Ländern erlauben. Eine endgültige Lösung läge bei den einzelnen Bischöfen.

Die meisten US-Bischöfe lehnen das laut Umfrage jedoch ab. Nur 41 Prozent sagen, dass sie es für „theoretisch möglich“ halten, Frauen zu Diakoninnen zu weihen. 79 Prozent der Befragten glauben, dass die US-Bischofskonferenz die Ordinierung von Frauen einführt, sollte der Vatikan eine solche Weihe erlauben. 77 Prozent der US-Bischöfe sehen eine Ordinierung von Frauen zu Diakoninnen als einen Schrittmacher für die umstrittene Debatte um die Priesterweihe von Frauen.