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Wege in die Regionen des Bistums müssen angepasst werden

Friedenslicht aus Bethlehem kommt trotz Corona nach Münster

  • Die Wege des Friedenslichts aus Bethlehem in die Regionen des Bistums müssen in Corona-Zeiten anders organisiert werden.
  • Die Pfadfinder aus Münster holen das Licht in diesem Jahr aus Köln ab, wohin es von der österreichischen Grenze gebracht wird.
  • Die Ausstrahlung der Aktion soll trotz aller Auflagen bleiben – vielleicht noch intensiver werden.

Es wird organisatorisch anders werden, aber die Ausstrahlung wird bleiben. Da sind sich die Pfadfinder und Pfadfinderinnen sicher, die wie jedes Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem in das Bistum Münster holen. Vielleicht entwickelt die Flamme, die aus der Geburtsstadt Jesu über Österreich in viele europäische Länder geholt wird, in Zeiten von Corona eine besonders intensive Strahlkraft.

Die Pandemie-Auflagen für Gottesdienst und Versammlungen wirken sich intensiv auf technische und organisatorische Fragen aus. So wird das Licht in diesem Jahr nicht wie gewohnt in einem großen zentralen Gottesdienst in Österreich von den Delegationen der Pfadfinder aus ganz Europa abgeholt, sondern von wenigen Gesandten an den Landesgrenzen. Am dritten Advent (13. Dezember) werden deutsche Vertreter das Kerzenlicht am Grenzübergang bei Salzburg entgegennehmen und an zentrale Verteilpunkte im Land bringen.

Mit dem Auto, nicht mit der Bahn

Das geschieht nicht wie üblich mit der Bahn, sondern im Auto. Weil in den Zügen derzeit viel Desinfektionsmittel genutzt wird, ist die Brandgefahr zu hoch. Die münsterschen Vertreter der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und der Pfadfinderinnen St. Georg (PSG) werden voraussichtlich nach Köln reisen, um das Friedenslicht in den Dom nach Münster zu bringen. Dort wird es allerdings nicht von 2.500 Pfadfindern aus dem gesamten Bistumsgebiet in Empfang genommen, sondern lediglich von 150 Teilnehmern, die derzeit maximal an einem Gottesdienst im Dom teilnehmen dürfen.

„Natürlich wird Atmosphäre verloren gehen“, sagt DPSG-Diözesankurat Andreas Naumann-Hinz aus Münster. „Der Gottesdienst wird aber so konzipiert werden, dass wir mit vielen interaktiven Elementen über einen Internet-Stream für möglichst viele einen stimmungsvollen Auftakt für die Aktion übermitteln können.“ Geplant ist, dass auch „Kirche-und-Leben.de“ den Gottesdienst live überträgt.

Die Band "effata" wird spielen, Fürbitten sollen von daheim vorgetragen werden können. „Das Lied ‚Flinke Hände…‘ wird aber aus nur 150 Kehlen leider weitaus weniger begeisternd durch den Dom hallen als sonst.“

Das Licht macht mehr Zwischenstationen

Das Friedenslicht wird nach dem Gottesdienst im Kreuzgang des Doms verteilt, wo die Hygienemaßnahmen besser eingehalten werden können. Der Streuverlust durch die wenigen Abholer wird durch Zwischenstationen ausgeglichen. „Wir haben den Staffellauf quasi mit einer weiteren Übergabe ergänzt“, sagte Naumann-Hinz. Große Feiern in den Regionen wie in sonst etwa in Xanten oder Oldenburg wird es dabei aber nicht geben, sondern eher auf kleineren Ebenen in den Pfarreien.

Von dort aus soll es trotz aller Auflagen den Weg nicht nur in die eigenen vier Wände der Teilnehmer finden, sondern wie gewohnt auch in soziale Einrichtungen. „Da haben unsere Pfadfinderstämme schon viele kreative Ideen entwickelt“, sagt Naumann-Hinz. Gerade für die Altenheime entstehen Abläufe, die es den Bewohner ermöglichen sollen, die Botschaft der Aktion zu empfangen. „Die Ausstrahlung des Lichts ist für die, die intensiv unter den sozialen Distanzen der Corona-Pandemie leiden, besonders wichtig.“

Wärme auch für die Pfadfinderstämme

Das Symbol des Friedenslichts kann in den Augen des Diözesankuraten in diesem Jahr noch einmal stärker wirken. „Das Licht steht einerseits für eine Wärme, die durch die Ängste vor der Krankheit und die reduzierten Kontaktmöglichkeiten in der Gesellschaft leidet.“ Zum anderen sei die Flamme auch etwas „Unbegreifliches und Unberührbares“, das die Kraft aus dem Glauben auch in schweren Zeiten symbolisieren könne.

Das gilt auch für die vielen Pfadfinderstämme, die derzeit auf die ihnen so wichtige Geselligkeit verzichten müssen. Naumann-Hinz sendet ihnen deshalb folgende Botschaft: „Ihr könnt im Augenblick viele Dinge nicht machen – aber das Friedenslicht kommt ganz bestimmt zu euch.“

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