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Bischof von Münster wirbt um Geduld nach Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz

Genn: Schnelle Reform-Entscheidungen überfordern alle Seiten

  • Um Geduld bei Reform-Anliegen wirbt Münsters Bischof Felix Genn nach Abschluss der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.
  • Schnelle Entscheidungen bezeichnete er als eine Überforderung für alle.
  • Die Themen etwa von "Maria 2.0" stünden auf der Themenordnung des Synodalen Wegs.
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Mit Blick auf Forderungen nach Reformen wirbt Münsters Bischof Felix Genn um Geduld. Die Themen etwa der Frauenbewegung "Maria 2.0" und der Katholischen Frauengemeinschaft in Deutschland (KFD) seien auch Themen des Synodalen Wegs, sagte Genn in einem Interview des WDR-Studios Münster nach der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die wegen der Corona-Pandemie digital stattfand und heute zu Ende ging.

Zugleich warnte der Bischof: Schnelle, einfache Entscheidungen seien "eine Überforderung für alle Seiten". Die Bischöfe hofften, über diese Themen mit dem Vatikan ins Gespräch zu kommen.

 

"Keiner hat die Lösung in der Tasche"

 

Genn lobte einen Studientag der Vollversammlung über mehr Mitgliederorientierung angesichts vieler Kirchenaustritte nicht zuletzt im Erzbistum Köln. "Die Beratungen dazu waren sehr gut, aber es hat keiner die Lösung in der Tasche, wie wir diese Entwicklung stoppen könnten", sagte Genn. Es gelte, die Gründe für die Austritte aus der Kirche weiter zu eruieren.

Der Bischof verwies auf die "Zufriedenheitsstudie", durch die das Bistum Münster 2015 auch Erkenntnisse darüber gewonnen hatte, wie stark die Befragten einen Kirchenaustritt erwägen. "Wir haben daraus Folgerungen gezogen", sagte Genn, "und wir versuchen, sie Schritt für Schritt umzusetzen."

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